Hallo zusammen,
muss mal was erzählen.
Ich habe im März/April eine Rabenkrähe erhalten.
Aus Bonn, wurde "gefunden".
Sie wurde wenn überhaupt ausgesetzt.
Denn - Madame ist auf einem Auge blind, ihr Gefieder ist in einem so schlechten Zustand,
dass sie überhaupt nicht fliegen kann und sie konnte kaum laufen. Abgemagert.
Und sie beißt mich nicht, auch wenn sie ziemliche Angst hat.
Die Unterbringung war ein Problem.
So einen Vogel kann ich unmöglich zu den anderen Raben setzen.
Also haben wir ihr eine Art Gehege gebaut.
Nicht sonderlich groß, aber sie sollte sich auch erst einmal erholen.
Es hat eine Woche gedauert bis sie begriffen hatte,
dass ein Ast keine Deko ist,
sondern eine Sitzgelegenheit.
Auch das Wasser nicht nur den Durst stillt,
sondern vernünftige

Rabenkrähen damit alles einsauen,
musste sie lernen.
Aber irgendwie kam die positive Entwicklung zum Stillstand.
Sie kann schließlich nicht ewig so eingesperrt bleiben.
Ich habe mir echt den Kopf zerbrochen und sie zu den Jungkrähen gesetzt.
Die haben eine eigene Voliere. Da ich manche noch etwas zufüttern muss.
Das war wohl das Beste, was passieren konnte.
Sie blüht in ihrer Rolle als Mama, richtig auf.
Denn sie füttert alle bettelnden Räbchen!!!
Wenn ich morgens die Schalen auffülle und mich etwas entferne,
kann ich beobachten, wie die jungen Geier sich um meine Madame versammeln
und sie stopft Futter in die brüllenden Schnäbel. Irre, oder?
Ihre Beine funktionieren sehr gut, sie wirkt wesentlich selbstbewusster
Liebe Grüße
Jennifer