Hallo an alle!
Ich wollte hier mal meinen kleinen erik vorstellen.
Wie alles begann...
Es war ein schöner tag im mai,als ich mit dem hund spazieren ging.
die sonne schien,es war relativ warm.
nichtsahnend schlenderte ich über die wiese an den bäumen vorbei und dannn machte es plopp.
ein schwarzes federbündel fiel mir direkt vor die füße.ich band den hund außer reichweite an einen baum und ging zu dem würmchen hin.es blickte mich ein paar sekunden verwirrt an und dann krähte es sich die seele aus dem leib.ohje...und jetzt?
hund nach hause gebracht,zurück gegangen.
wollte erstmal gucken,ob das vögelchen noch versorgt wird,ließ es jedoch bleiben,als ich merkte,dass der kleine nicht einmal richtig sitzen,geschweige denn aufstehen konnte.die eltern hätten ihn noch so gut versorgen können,wenn er nicht einmal vor katzen hätte fliehen können.
beherzt den vogel in die jacke gewickelt und mit nach hause genommen.
ignorante ärzte und eine menge überezugungsarbeit
Hätte ich vorher gewusst,was mich erwartet,dann hätte ich...alles genauso gemacht.

ich war bei drei tierärzten,einer weigerte sich ihn zu behandeln,die anderen beiden rieten nach diagnostizierter oberschenkelfraktur zur einschläferung.
nix da!soviel wie der futtert und kräht ist er kein totgeweihtes tier!
letztlich nervte ich die ärztin so lange,bis sie ihn behandelte.
erstmal gab es vitamine und eine wurmkur.
in foren wurden mir behandlungstipps wegen des beinchens gegeben,da der knochen innerhalb kürzester zeit falsch zusammenwuchs.
tage und nächte neben dem kleinen plappermaul gesessen,gebetet,gefüttert,mit ihm geredet.
morgens dann völlig übermüdet in die schule:"wie?heute mathe-abschlussklausur??ich wusste ich hatte was vergessen..."
Fortschritte und beginnender Krähenterror
wir trainierten hart und viel und eines morgens saß er.er saß auf seinen beinchen,von ganz alleine!
und krähte vor stolz die wohnung zusammen.dann ging alles rasend schnell.
er stand,er hopste und er saß auf kanten.und er terrorisierte alles und jeden,ob sofa, katze,hund oder gast,aber am liebsten natürlich mich.er versteckte meinen schlüssel,wenn ich es eilig hatte,schiss auf den teppich und zog die katze am schwanz durch die wohnung.(das tat er allerdings nur einmal,die katze ließ sich danach nämlich erstmal nicht blicken).
ich habe noch nie soviel geputzt wie in der zeit,als er hier war,hab diesen vogel verflucht und doch geliebt...
Auswilderung?Nein Danke!
Von auswilderung hielt erik nicht viel,wozu fliegen,wenn man auch hopsen kann?
wozu futter suchen,wenn man es doch auch in einem napf bekommt?
so konnte es nicht weitergehen!!nicht ohne voliere!
nach langem suchen fand ich jemanden in köln,der bereit war ihn aufzunehmen.
unter tränen und doch erleichtert den kra abgegeben.
Happy End?
Erik macht sich prächtig!Er ist chef der voliere und soll nächstes frühjahr ausgewildert werden,
das kaputte beinchen greift inzwischen prima.
er fliegt schon fast,es kann nur noch wenige wochen dauern.
für einen vogel,der eingeschläfert werden sollte nicht schlecht,find ich.
auch wenn er mich und meine umgebung fast in den wahnsinn getrieben hat,
eine krähe aufpäppeln?ja,jederzeit wieder!
LG
Ricarda
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