Dohle (Corvus monedula)
Familie: Krähen
Unterordnung: Singvögel
Ordnung: Sperlingsvögel
Verbreitung:
Ganz Europa, jedoch nicht in Skandinavien, Teilen Finnlands und Russlands. Wie die Saatkrähe ist sie in Mitteleuropa standorttreu, nur im Winter wandern die osteuropäischen Dohlen zusammen mit den Saatkrähen nach Westeuropa. Sie bevorzugt parkähnliche Landschaften ist aber jedoch wie die Saatkrähe zu einem Kulturfolger in die Städte geworden.
Ihr Bestand nimmt in den Städten zu während es in ländlichen Regionen durch die intensivierte Landwirtschaft zu einer Reduzierung gekommen ist.
Verhalten:
Sie ist sehr gesellig und hält auch außerhalb der Brutzeit gemeinsame Schlafplätze ein. In einer solchen Kolonie binden sich die einzelnen Paare in „Einehe“ zusammen wo hier das Männchen dominant ist. Ab dem ersten Lebensjahr ist die Dohle geschlechtsreif aber brütet in der Regel erst im zweiten Lebensjahr das erste mal. Witterungsbedingt ist der Brutbeginn frühesten Ende März von 4-7 Eier. Nach 16-19 Tagen schlüpfen die Jungen. Während das Weibchen alleine brütet wird es vom Männchen gefüttert. Die Dohle nutzt für den Nestbau Baumhöhlen, Nischen, Schächte, geschützte Ecken und eben auch Schornsteine was wiederholt zu gefährlichen Situationen für die menschlichen Hausbewohner (Brand, Abgasrückstau) gekommen ist. Es gibt ausreichend Abhilfe, die verhindert das Dohlen den Kamin als Nisthöhle beanspruchen. Dohlen werden bei Handaufzucht ausgesprochen zahm und entwickeln sehr schnell eine Fehlprägung auf den Menschen was eine spätere Auswilderung schwierig gestalten kann.
Nahrung:
Wie alle Krähen ist auch sie ein Allesfresser. Neben Insekten, Würmern, Schnecken nehmen sie alles was essbar ist zwischen den Schnabel. So war es naheliegend dem Menschen zu folgen, der ja so großzügig für die Nahrungsnachschub durch weggeworfene Essensreste sorgt. Eine weiterer Strassenreiniger
Das Höchstalter wurde mit 18 und 14 Jahren nach Ringfunden statistisch festgehalten.
Referat: 21.06.2009 (I.B.)