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Daniaminna

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1

Sonntag, 8. August 2010, 21:26

Gefiederschäden bei Rabenvögeln

Hallo,

hier die Dohle, die Ricarda uns gebracht hat.

Die Gefiederanomalien sprechen für sich, so ausgeprägt habe ich das vorher noch nie bei einer Dohle gesehen!









Liebe Grüsse
Elke
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wilith

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2

Sonntag, 8. August 2010, 22:12

Hallo Elke,

denkst du,diese *Weissfedrigkeit* hat andere Ursachen als die klassischen Grimale,
die sich durch (meist) gleichmässig durchscheinend verlaufende Streifen kennzeichnen?

Grimale = zeigen Hungerperiode an,oft zeitlich bzw. chronologisch nachvollziehbar

Weissfedrigkeit= Mangelernährung (nicht im Sinne von "zuwenig",sondern zuwenig Vitamine,
Nährstoffe,Mineralien,..+Mangel an Vit.D)

Insgesamt schlechtes Gefieder,"Struppigkeit"= Im blödesten Falle eine Mischung aus allem,
oft aber einhergehend mit Fehlfunktion(en) innerer Organe bzw. Stoffwechselerkrankungen u.ä.

So meine "Theorie",wie siehst du/seht ihr das?

Ich bin ein extremer *Geruchsmensch* und rieche (eher unbewusst?) an alles hin..und meine Nase funktioniert
ziemlich gut.So ist mir aufgefallen,dass Vögel mit Federproblemen oft einen ganz eigenartigen (aber immer gleichen)
Geruch haben,den ich am ehesten mit "staubig-muffiger-Dachboden-Keller-Bauschutt-Geruch" beschreiben würde.
Manchmal auch etwas scharf.JACK,meine Päppel-Elster,hatte diesen Geruch auch,und ganz schlechtes Gefieder der
letzten Kategorie.Bisher kannte ich den Geruch nur von Krähen,und ich denke,dass er in direktem Zusammenhang steht
mit Vögeln,welche schlechtes Gefieder (auch) aufgrund innerer Erkrankung(en)/Fehlfunktion(en) haben.

Das Thema Gefiederschäden finde ich sehr interessant und nicht immer (wenn nicht sogar eher selten) kann
es rein auf schlechte Ernährung geschoben werden.

Viele Grüsse,

Steffi
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Daniaminna

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3

Sonntag, 8. August 2010, 22:32

Hallo Steffi,

das ist interessant mit dem Geruch!

Ich habe noch gar nicht daran gedacht, an meinen Kandidaten mal zu schnorcheln :D ....aber ich werde es nachholen und bin gespannt, ob mir da auch etwas auffällt!

Also bei dieser Dohle..... und Dohlen mit Weissanteilen finde ich zumindest *noch* sehr selten ist definitiv, zumindest als Auslöser, die Ernährung schuld...... wobei ich mich eigentlich immer sträube, dieses so ausschliesslich zu behaupten!

Denn sicherlich kann auch eine total fehlgefütterte Dohle oder was auch immer..... das schönste Gefieder aufweisen!....deshalb kommen sicherlich immer gleich zwei Aspekte zum Tragen...nämlich die Fehlfütterung und ein sonstiges ( genbedingtes? ) Defizit!

Diese Dohle hier....Ricarda berichtet sicher auch noch...... wurde 10 Wochen von eingeweichtem Brot sowie Küchengemüseabfällen ernährt!

Das erklärt aber nicht das immer höhere Aufkommen von Gefiederschäden verschiedenster Art bei Rabenvögeln....letztes Jahr hatte ich nicht eine Saatkrähe damit....und dieses Jahr gleich 3 mit lockigem, extrem weichem Gefieder, sowie weissen Krallen, Kehlflecken und sogar einem hellen Schnabel!

Also muss ursächlich durchaus schon die Umwelt daran beteiligt sein...... aber in welchen Bereichen?

Liebe Grüsse
Elke
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wilith

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4

Montag, 9. August 2010, 00:01

Zu der Sache mit dem Geruch: Schon lange bevor ich von der Päppelei *heimgesucht* wurde,hab`ich Krähenfedern gesammelt..einfach,
weil schwarz,schön und dekorativ
Die meisten Federn waren (so würde ich aus heutiger Sicht bewerten
;) ) "gut" und "geruchsneutral".
Manche hatten "Streifen",also Grimale,waren aber auch nicht muffig.
Dann gab es immer wieder welche,die pfeilförmig abgebrochen waren,diese waren i.d.R. insgesamt etwas heller,
und IMMER muffig-so,dass ich sie hab liegen lassen.

Klar,die Krähen hier (Rabenkrähen) fressen nicht immer an Ort und Stelle,insgesamt ist es hier jedoch eher ländlich
und die Nahrung der Vögel somit sicher überwiegend "natürlich",sprich,kein Mc Donald`s oder so..
Somit glaube ich einfach schon daran,dass sehr oft Defekte welcher Art auch immer (genetisch bedingt,Organstörungen,
Stoffwechselgeschichten..) die Ursache für ungutes Gefieder sind.

Bei der haarsträubend ernährten Dohle scheint der Fall klar zu sein,logo.
Interessant zu wissen wäre:WIE würde sie heute bei artgerechter Kost aussehen?
Wäre das Gefieder top?Oder einfach nur weniger schlimm,da evtl.die üble Ernährung zu einem bereits
vorhandenen Defekt hinzu kam?Hatte sie genug (Sonnen-/Tages-) Licht?
Wenn nein,wie wäre das Gefieder bei gleichschlechter Ernährung,jedoch ausreichendem Lichteinfluss?

Ich bekam im Juni eine kleine Amsel,die "ROSA",sie war allerhöchstens drei Tage alt.
Ich mache mir über die Ernährung der Vögel viele Gedanken und gebe mir grosse Mühe,
hier einen guten Grundstock zu legen.So bekam klein ROSA viele gute,gezüchtete+gutgefütterte,
auch gesammelte,unterschiedlichste Insekten..So:Rachitis vom Feinsten,ähnlich wie bei Jennifer`s OSKAR- Krähe.
Und woran lag`s nun?Gefieder ist zwar sehr gut,aber halt die Rachitis.

Ich habe mir überlegt,ob diese Gefiederschäden bzw. die Weissfedrigkeit bei Krähen mit Blei in
Verbindung stehen könnten.Manche "Geschosse" enthalten immernoch Blei,wenn nach der Jagd
die Tiere ausgenommen werden,enthält das "Ausgeweidete" bereits Spuren davon.
Sprich,wenn Aasfresser jeglicher Art ,und somit auch die Krähen,das Liegengelassene fressen,
nehmen sie automatisch Blei mit auf.Und wenn auch nicht alle an Bleivergiftung sterben,
so macht "es" doch garantiert *was* im Körper..?Eventuell in solchem Ausmass,dass selbst die
Nachkommenschaft Schaden irgendwelcher Form davon trägt..?Muss mich hier mal noch richtig
kundig machen..

Ich denke auch,dass ein ansich gut und kräftig veranlagter Vogel bei hundmiserabler Ernährung (erstmal) gutes
Gefieder entwickeln kann-hier wäre eine Langzeitbeobachtung interessant,sprich,was kommt nach,wenn gemausert wird..?

Vielleicht muss man den Gedanken hinzu ziehen,dass -meines Erachtens nach- der GROSSTEIL der Vögel,
die zu *uns* kommen,schon von Vornherein "was hat".
Die wenigsten fallen durch Sturm o.ä. aus dem Nest,ich glaube,die meisten werden *entledigt* von den Eltern
und das mit (gutem) Grund,der für uns Päppler aber nicht immer oder erst spät ersichtlich ist.
Es landen also überwiegend Vögel bei uns,die ohnehin schon schlechter veranlagt/ausgestattet sind.

Achja,und abgesehen vom Blei-selbst der "natürlichste" Wurm ist i.d.R. belastet durch irgendwas,Pestizide,Klärschlamm...
Abgesehen davon gehe ich soweit zu glauben,dass in dem Moment,wo die Felder "gedüngt" (=Gülle,zumindest konventionell)
werden,die durch den Kot etc. ausgeschiedenen Reste von Masthormonen usw. in den natürlichen Kreislauf übergehen
und dauerhaft betrachtet zu nicht unerheblichen Degenerationen führen,die bsbw. sogar das Erbgut verändern können
eek
Bei uns Menschen,und so auch bei anderen Lebewesen.
Schau doch nur mal,es gibt Menschen,die null auf eine Antibiosebehandlung anspringen-warum?
Möglicherweise,weil manche durch häufigen (Geflügel-) Fleischverzehr eine Resistenz aufgebaut haben?
Prophylaktische Antibiotikagabe in der konventionellen Mast ist teils an der Tagesordnung,auch wenn es
unsinnig ist.

All dies könnten Ursachen/Teilursachen von Gefiederschäden sein.
Wir Menschen werden ja auch krank,manche Erkrankungen nehmen zu und man frägt sich *warum*.
Und bei den Vögeln äussert sich halt vieles über`s Gefieder.

So,*romanalarm*,jetzt geh ich in`s Bett!



:nacht: sagt Steffi a060.gif
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blackmupfel

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5

Montag, 9. August 2010, 07:18

Hallo,

Steffis Theorie mit dem Gefiedergeruch kann ich bestätigen.

Auch ich habe eine ganz empfindliche (und sehr ausgeprägte :D )Nase.

Den Geruch des zerfledderten Mog im letzten Jahr fand ich zwar ein bisschen durchdringend und scharf, aber wie das so ist - wenn man ein Lebewesen mag, nimmt man den Geruch als dazugehörend und positiv auf. Ich zumindest....

Nun fällt mir in diesem Jahr richtig auf, der gutgeratene Mathilder riecht wirklich fein und gut - hat rein gar nichts von diesem scharfen (ich glaube, mich erinnerte es an Ammoniak oder was ähnliches) Geruch an sich.

Liebe Grüße!
Gerlinde
Vögel, die nicht schwimmen können, werden zu den Sinkvögeln gerechnet... (Uli Stein)

blackmupfel

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6

Mittwoch, 11. August 2010, 11:43

Die Amselina ist zwar kein Rabenvogel, aber zum sehr interessanten Thema "Gefiederschäden" hätte ich von ihr ganz aussagefähige Bilder:

index.php?page=Attachment&attachmentID=669 index.php?page=Attachment&attachmentID=670 index.php?page=Attachment&attachmentID=671

Die Rosa zum Vergleich lässt sich nicht so leicht fotografieren und außerdem mausert sie z.Z. kräftig, aber vielleicht kann man trotzdem den Unterschied erkennen:
»blackmupfel« hat folgende Dateien angehängt:
  • SAM_0369kl.jpg (64,95 kB - 26 mal heruntergeladen - zuletzt: 20. September 2010, 19:40)
  • SAM_0361kl.jpg (75,15 kB - 20 mal heruntergeladen - zuletzt: 20. September 2010, 19:40)
Vögel, die nicht schwimmen können, werden zu den Sinkvögeln gerechnet... (Uli Stein)

7

Freitag, 13. August 2010, 09:47

Hallöchen!
Um es eben richtig zu stellen:
Die Dohle wurde nicht nur mit Brot ernährt.Es gab zusätzlich Mehlwürmer,Fliegen und diverse Lebensmittel.
Und nochwas:

Die Weißfärbung soll erst ab der 7. Woche eingetreten sein,so wie ich gestern erfahren habe.

Das macht die Sache nämlich noch viel interessanter.
Da muss also eine genetische Disposition hinter stecken,sonst wäre die Färbung doch sicher mit Eintritt der Fehlernährung während der früheren Wachstumsphase aufgetreten..?Oder nicht...? ?(

Vielleicht fällt euch ja was dazu ein?
Ich bin dann mal Uhu stopfen... ;)

LG

Ricarda

wilith

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8

Freitag, 13. August 2010, 10:22

Oh,Ricarda,wie schön dich mal wieder zu lesen :)

Ich denke nicht nicht,dass man *direkt* mit beginnender Fehlernährung Schäden am Gefieder sehen kann,
zum einen nimmt sich selbst ein gesund funktionierende Stoffwechsel Zeit für die Umstellung,
zum anderen sieht man`s uns Menschen ja auch nicht gleich an,wenn wir uns nur noch schlecht
ernähren..interessant zu wissen wäre somit auch,ob diese Dohle evtl. bereits im Nest
unter Mangelernährung zu leiden hatte-vielleicht einfach,weil die Eltern instinktiv gespürt
haben,dass dieses ihrer Kinder einen "Schaden" hat und es sich nicht lohnt,
hier zu investieren.

Ein ansich gesunder Vogel mit guten Voraussetzungen (genetisch),der bspw. durch Sturm o.ä.
aus dem Nest gefegt wurde,kann -davon bin ich überzeugt-auch bei mieser Ernährung
dauerhaft gut geraten,einfach,weil sein Körper sich gut regenerieren kann und ansonsten
alles ordentlich funktioniert
Andersrum gibt es aber auch Krähen,sie von vorne rein "Kümmervögel" sind,
die dir selbst bei hervorragender Ernährung ein untaugliches Gefieder entwickeln,
komisch riechen und seltsamen Kot haben
:S

Gerlinde`s Amsel (s. Bilder oben) wurde eine zeitlang vom Tierheimpfleger versorgt,
ehe sie zu Gerlinde kam.Vom Pfleger bekam sie ausschliesslich Trockeninsekten,
was ansich schon nicht optimal ist,und hatte zudem wenig Tages-/Sonnenlicht.
Als die Schwanzfedern nun gewachsen sind,kam ein breiter weisser Streifen zum Vorschein,
der meines Erachtens nach diese Zeit der Fehlernährung zeigt.
Das,was weiter gewachsen ist,ist dunkel und "gut",seit die Süsse bei Gerlinde ist
wird sie hervorragend ernährt und bekommt alles an Insekten,die es so lebend gibt,
sowie Grit,Obst,Flocken usw...
Bei ihr könnte ich mir vorstellen,dass sich das Gefieder mit der nächsten Mauser
maximal verbessert.

Ich kann mir schon vorstellen,dass die Dohle noch "was anderes" hat,was eventuell
von der Ernährung noch begünstigt wurde..aber WAS?Organbedingte Fehlfunktionen?
Hormonelle Störungen?Stoffwechsel...?
Ich denke,dass einen hier teils nur die Obduktion eines verstorbenen solchen Vogels
weiterbringen würde,ich weiss nicht,wie weit man via Bluttest oder sehr gründlicher
Kotuntersuchung fündig werden kann
?(

Ricarda,ist dir denn dieser merkwürde (sehr prägnante
:S ) Geruch von solchen Mickerlingen
mit schlechtem Gefieder mal aufgefallen?

Grüblerische Grüsse,

Steffi
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blackmupfel

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9

Freitag, 13. August 2010, 15:57

Hallo,

da hat mir Steffi schon wieder so einen Kandidaten für diesen Thread vermittelt.
Es gibt also auch hier in Süddeutschland diesen Typ Flusen-Krähe, den Elke und Ricarda schon beschrieben haben: viele weiße Federn und gelocktes Brust- und Bauchgefieder.

Auch diese Krähe, die als Ästling - schon hilflos auf der Seite liegend und von anderen Krähen attackiert - in einem Pfarrgarten a060.gif gefunden wurde, ist gefiedermäßig sicher kein "Päppelopfer". Sie hatte Durchfall, den die Frau, die sie die letzten drei Wochen gepflegt hat, mit Baytril und Perenterol erfolgreich behandelt hat.
Welchen Schaden die Krähe (ich nenn sie "Sammy") davongetragen hat, weil sie über diese drei Wochen Pflege durchweg in einem recht kleinen Käfig gehalten wurde - und sich deshalb in einer Zeit, in der das Lernen und Erfahrungen sammeln ganz wichtig ist, nicht weiterentwickeln konnte - kann man wohl nicht beurteilen.
Sammy verhält sich jedenfalls auffällig und seltsam.
Er sperrt z.B. nicht, sondern schnappt so schnell und hektisch zu, dass er die Finger miterwischt und wirklich blutig beißt ;(
Nach einiger Beobachtung und verschiedenen Tests - jetzt in relativer Freiheit im Badezimmer - denke ich, dass der Sammy sehr schlecht sieht und/oder nicht richtig koordinieren kann.
Hält man ihm Futterstücke vom Hähnchenherz, Zophoba, Bienenmade, Mehlwurm in einiger Entfernung hin, merkt er das gar nicht. Kommt man damit näher, reagiert er erst, wenn man den Schnabel damit berührt. Dann aber so, als wäre es das letzte Mal :huh: ...
Den Ast, den ich ihm reingelegt hab, hat er auch nicht wahrgenommen, ist dagegengeknallt und erst als er ihn mehrmals berührt und mit der Schnabelunterseite abgetastet hatte, ist er draufgehüpft.
Große krabbelnde Zophobas scheint er zu bemerken. Wenn man dort hinklopft, kommt er angewackelt, verfehlt den Wurm jedoch mit dem Schnabel ?( und gibt dann spätestens nach dem zweiten Versuch auf.
Mehrmals hat er versucht zu fliegen. Immer in Richtung Fenster und ist dagegengeknallt. Das Fenster ist nur hell, nicht durchsichtig.

Und jetzt noch - wen wunderts?: Der kleine niedliche Sammy stinkt zum Himmel eek ...
Da war der Mog voriges Jahr ein armseliges Waisenkind dagegen.
Mein Bad stinkt wie ein uralter Kleiderschrank, in dem alte Leutchen ihre seit zwanzig Jahren nicht mehr gewaschenen Klamotten mit zentnerweise Mottenkugeln aufbewahrt haben ;( .....
Da haben wir ihn , das Stinkerle Sammy:
»blackmupfel« hat folgende Dateien angehängt:
  • SAM_0387kl.jpg (67,59 kB - 35 mal heruntergeladen - zuletzt: 12. Juli 2011, 20:23)
  • SAM_0400.JPG (56,71 kB - 23 mal heruntergeladen - zuletzt: 12. Juli 2011, 20:23)
  • SAM_0416kl.jpg (62,48 kB - 29 mal heruntergeladen - zuletzt: 12. Juli 2011, 20:27)
  • SAM_0410kl.jpg (58,12 kB - 26 mal heruntergeladen - zuletzt: 12. Juli 2011, 20:27)
  • SAM_0417kl.jpg (58,3 kB - 28 mal heruntergeladen - zuletzt: 12. Juli 2011, 20:27)
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blackmupfel

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10

Freitag, 13. August 2010, 22:05

Und gleich nochmal ich :S ....

Dem niedlichen Sammy geb ich dieses Wochenende. Wenn er in dieser Zeit nicht sehr viel Vertrauen zu mir entwickelt, werde ich ihn einschläfern lassen.
Definitiv sieht er kaum was - er ist so gut wie blind. Es ist nicht zu erkennen, ob er mich überhaupt wiedererkennt, wenn ich zum Füttern und mich mit ihm beschäftigen komme
und ich weiß nicht, ob er überhaupt richtig tickt oder wegen seiner Unsicherheit, die sicher auf der Blindheit beruht, mich immer wieder anfaucht und beisst.
Als er heut abend wie irre immer wieder gegen das Fenster geflogen ist, hab ich ihn eingefangen - unter gewaltiger Gegenwehr: Fauchen und Beißen - und hab ihm dann auf die übliche Art den Kopf massiert. Das half - bis ich ihn wieder frei ließ..., sofort flatterte er wieder blind durchs Bad und stürzte laufend ab ;( ....
Es ist nicht mitanzuschauen ;( .... und alles zusammen ist ziemlich sicher ein Gendefekt :wacko: ...

?( ?( ?( Grüße!
Gerlinde
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Madeleine

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11

Freitag, 13. August 2010, 22:25

Nur weil Sammy blind ist, würde ich ihn nicht einschläfern. Außerdem braucht alles Zeit.
Elke hat doch einige blinde oder fast blinde Eichelhäher, das funktioniert auch.
Ich hatte mal einen blinden Wellensittich, er ist gut zurecht gekommen nachdem er den Käfig kannte und ich nichts mehr verändert habe.
Evtl. hilft auch hochdosiertes Vitamin B, für die Nerven. Und lass doch mal den Kot untersuchen (Sammelkot), vielleicht hat er massiven Wurmbefall.

Daniaminna

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12

Freitag, 13. August 2010, 22:34

Hallo Gerlinde,

ich nehme mal an das ist der Kandidat, welcher?

Jetzt entspann Dich erst einmal ;) ....Du hörst Dich ganz aufgelöst an ;)

Selbst wenn er blind ist..... und das muss ja nun erst einmal abgecheckt werden..... könnte er dennoch ein ganz entspanntes und lustiges Leben führen!

Ich weiss das, denn schliesslich haben wir zwei Eichelhäher mit diesem Problem gehabt....und haben den Tonerl immer noch :knuddel: ....sie müssen nur ihre Umgebung kennen und dann bewegen sie sich.... hüpfen, springen und fliegen! auf den Ästen herum, dass man meint, die sehen alles!

Evtl. hat er einen Vitaminmangel, der auf die Augen geschlagen ist..... unsere Häher hatten komplett weisse Linsen als wir sie übernommen haben und das hat sich gegeben.... Dank Vitamine, Tageslicht und abwechselungsreicher Ernährung!

Wichtig für solche Kerlchen ist eine vertraute Umgebung :)

Liebe Grüsse
Elke
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wilith

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13

Freitag, 13. August 2010, 22:50

Ein blinder oder fast blinder Vogel-das sehe ich etwas anders bzw. sehr differenziert.

Sicher kann man den Kot untersuchen lassen,den Vogel durchecken,soweit es medizinisch möglich
ist,ihn in verschiedene Richtungen auf Verdacht therapieren und ihn in gewohnter Umgebung halten.

Blindheit ist für Tiere nicht grundsätzlich ein Hindernis und sie können -genau wie wir Menschen- damit
zurecht kommen.Bei diesem Vogel ist die Blindheit/annähernde Blindheit jedoch nicht die Ursache
des Übels,sondern ein Symptom,das am ehesten auffällt.
In der Summe der Gebrechen die Gerlinde schildert (und sie beobachtet wirklich gut und sensibel),
kommt da so vieles zusammen,dass der Vogel am Ende NICHTS mehr von dem kann,
was einen Vogel ausmacht.

Flattern tut er ja,vielleicht lernt er auch noch fliegen-aber was nutzt es,wenn er nicht sieht?
Gut,Philipp kann auch nicht mehr fliegen-aber er kann beobachten,normal fressen,Insekten erbeuten usw..
Von alldem kann Sammy bisher nichts.
Vielleicht würde manches mit der Zeit besser werden,nur muss ich mich hier fragen:

WIEVIEL Zeit bis zur möglichen Besserung kann ich dem Kleinen zumuten,Zeit,
die er unsicher und panisch verbringen muss?
Um dann -zwar bei Gerlinde in besten Händen und in einer Traum-Behindi-Voliere-
ein fragwürdiges Leben zu haben,die nächsten keine Ahnung wieviel Jahre?

Versteht mich nicht falsch,aber hier wäre nach einer (nicht allzulangen) Zeit der Beobachtung
und Abschätzung mein Entschluss klar.Und zwar nicht,weil ich so ein Leben weniger achte
als ein gesundes,sondern gerade deshalb.

Viele Grüsse,

Steffi

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14

Freitag, 13. August 2010, 22:50

Hallo Gerlinde,

ich mach es kurz. Du musst beurteilen, ob es eine Qual für den Vogel ist mit diesem Handicap. Wenn Du sicher bist, es ist ein Gendefekt, dann würde ich nach Rücksprache und tierärztlichem Urteil dieser Qual ein Ende setzen.

Hört sich jetzt brutal an, aber der arme Kerl blockiert einen wertvollen Platz in Deiner Voliere und wenn die Aussicht auf Besserung nicht besteht, gibt es eigentlich im Sinne für das Tier nur eine Option.

Er wird es Dir nicht verübeln...sein "Beissen" ist sicherlich Angst.

LG
Peter

15

Samstag, 14. August 2010, 11:33

Schließe mich Peter und Steffi an bezüglich des blinden Vogels..
Wenn der Bursche leidet,dann lass es-wenn nicht,dann schau,ob es eine Möglichkeit gibt.
Manchmal finde ich es auch sinnvoll die Natur entscheiden zu lassen.
Wenn die Natur sagt,der Vogel ist blind,hat einen Gendefekt und psychisch ist da auch was nicht okay,dann würde er in der Natur ja schonmal gar nicht klar kommen.
Wenn er es dann nicht einmal in der Voli täte?
Ich weiß ja nicht... :S

Wir haben gestern zwei Rabenkrähen bekommen.
Ernährung vom Feinsten-Tartar,Beoperlen,Insektenweichfutter-Minerlaiengabe etc...
Sehr spannend:
Die eine sieht recht gut aus,abgesehen von einem kleinen weißen Fleck an den Armschwingen-das Gefieder der anderen kann man in die Tonne kloppen-die zwei sind definitiv Geschwister.

LG

Ricarda

Madeleine

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16

Samstag, 14. August 2010, 12:57


Sicher kann man den Kot untersuchen lassen,den Vogel durchecken,soweit es medizinisch möglich
ist,ihn in verschiedene Richtungen auf Verdacht therapieren und ihn in gewohnter Umgebung halten.

Blindheit ist für Tiere nicht grundsätzlich ein Hindernis und sie können -genau wie wir Menschen- damit
zurecht kommen.Bei diesem Vogel ist die Blindheit/annähernde Blindheit jedoch nicht die Ursache
des Übels,sondern ein Symptom,das am ehesten auffällt.
In der Summe der Gebrechen die Gerlinde schildert (und sie beobachtet wirklich gut und sensibel),
kommt da so vieles zusammen,dass der Vogel am Ende NICHTS mehr von dem kann,
was einen Vogel ausmacht.

Flattern tut er ja,vielleicht lernt er auch noch fliegen-aber was nutzt es,wenn er nicht sieht?
Gut,Philipp kann auch nicht mehr fliegen-aber er kann beobachten,normal fressen,Insekten erbeuten usw..
Von alldem kann Sammy bisher nichts.
Vielleicht würde manches mit der Zeit besser werden,nur muss ich mich hier fragen:

WIEVIEL Zeit bis zur möglichen Besserung kann ich dem Kleinen zumuten,Zeit,
die er unsicher und panisch verbringen muss?
Um dann -zwar bei Gerlinde in besten Händen und in einer Traum-Behindi-Voliere-
ein fragwürdiges Leben zu haben,die nächsten keine Ahnung wieviel Jahre?

Also für mich liest es sich so, dass Sammy nur panisch ist und nicht gut sieht. Er kann laufen und sogar ein wenig sehen.
Dass er panisch ist, ist ja kein Wunder, er kennt nur einen kleinen Käfig. Ich würde ihn zusammen mit einer anderen behinderten Krähe in eine Aussenvoliere setzen und ihm ein paar Wochen Zeit geben. Ich finde er hat eine Chance verdient.
Und auf jeden Fall würde ich ihn von einem vogelkundigem Tierarzt untersuchen lassen! Wer weiss, vielleicht sind wirklich Würmer Schuld, oder eine Entzündung?

wilith

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17

Samstag, 14. August 2010, 15:04

Hallo Madeleine,

natürlich hat Sammy eine Chance verdient,die wird er bekommen
und mir geht es nicht darum,ihn um diese verdiente Chance zu bringen.

Laut Gerlinde ist es heute auch schon ein wenig anders als gestern,
bestimmt schreibt sie selbst noch etwas dazu.

ABER bei diesem Vogel scheint einfach das Gesamtpaket nicht so recht
zu stimmen,und wenn dies so schwerwiegend ist,dass er kein annähernd
Vogel-würdiges Leben führen kann,sprich,wenn ihm alles fehlt,
was einen Vogel eigentlich ausmacht,dann wäre meine Entscheidung getroffen.

Ein wichtiger -oder vielleicht der wichtigste überhaupt- ist der,
welche Signale der Sammy sendet.Es gibt Vögel (sowie Menschen und andere Wesen),
die wollen nicht mehr und signalisieren das.
Ebenso gibt es jene,die selbst unter (nach Aussen hin) widrigsten Umständen
leben WOLLEN und das deutlich zeigen.Und sollte es so sein,
wird Sammy mit Sicherheit ein sehr,sehr gutes Leben vor sich haben!

Viele Grüsse,
Steffi
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Samstag, 14. August 2010, 15:46

Ich danke Euch für Eure Ratschläge :) und bin froh darüber, Anstöße zu bekommen, weiter oder in eine andere Richtung zu denken.
Allerdings muss ich dazu sagen, Sammy ist im Allgemeinen überhaupt nicht panisch!

Das wirklich Beklemmende an der Sache ist einfach, dass die nicht erklärbaren Ausraster immer zwischendurch wiederkommen. Für den gestern abend hatte ich schon eine Erklärung gefunden: Es war seine Schlafbaumzeit und er wollte zum Fenster raus heim zum Schlafen. Denn als er dann auf dem oberen Ast in seinem Käfig saß, der von der Grundfläche wohl ähnlich wie sein bisheriger ist, schlief er sofort und ruhig bis heute früh und schaute mir noch ganz aufmerksam ?( beim Kaffemachen zu.

Nachdem der Kleine den halben Vormittag auf meiner Schulter damit verbracht hat, meine Haare zu untersuchen, reinzusch...., mir den Nacken zu zerhacken und auf der Terrasse ganz verzückt ein Sonnenbad zu nehmen, rastete er kurz vor Mittag im Bad wieder aus....
Nein, es gab keinen Grund!!! Plötzlich flog er los, knallte gegen die Wände und fauchte mich an, wenn ich ihm wieder aus der Badewanne half. Dabei hat er sich mehrmals so den Kopf angehauen, dass er jetzt federlose Dellen und Beulen am Kopf hat.
Kurz drauf setzte er sich plötzlich auf seinen Ast, den er immer vorher mit seinem Schnabel berührt, schaute mich an ?( und krähte deutlich: Essen!
Natürlich hat er eine Schüssel mit allem, was er so braucht und was ihm schmecken könnte, aber die rührt er nicht an. Dabei wurde mir gesagt, er frisst ganz allein - worauf ich aber gerade bei ihm überhaupt keinen Wert lege....
Jedenfalls frisst er hier nur das, was er aus meiner Hand oder von der Pinzette bekommt, wenn man seinen Schnabel damit berührt. Er packt die Pinzette (oder Finger :wacko: ) und lässt sie nicht mehr los, so dass das Futter nicht rausgeht :rolleyes: ....
Sicher konnte er in einem kleinen Käfig selbst essen, die Schüssel stand ja vor ihm, da fällt eine Orientierung nicht schwer - auch blind...

Was ich auch noch nie erlebt habe, er badet nicht.... Das Äußerste, zu was er sich bewegen lässt, wenn man mit der Hand in seiner Wanne plätschert, ist das Eintauchen des Schnabels und ein Schütteln des Gefieders, das kleine Stinktierle :pinch: ....

Sammy wird mit allem gefüllt, was gut, teuer und momentan erreichbar ist: Catosal, Panacur, Drohnenbrut, Carnivit, Calcium....

Mal sehen :S ....

Liebe Grüße!
Gerlinde
Vögel, die nicht schwimmen können, werden zu den Sinkvögeln gerechnet... (Uli Stein)

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wilith

Schüler

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19

Samstag, 14. August 2010, 15:47

Gerlinde,auch diese "Aussetzer" erinnern mich extrem an JACK,
er hatte doch anfangs auch diese eigenartigen "Anfälle",
die dann nach ein paar Tagen,Gabe von Vit.K und dem Üblichen
verschwunden sind ...

Ich kann heut nichtmehr
:(
Seb geht nacher auf eine Veranstaltung und danch wirrd`s zu spät.

Viele Grüsse,
Steffi

Cool,hast du denn Kotz-Smiley schon gesehen?Toll!! --->
brech.gif brech.gif brech.gif
______________________________________________________________________________________________________________

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ SCARS REMIND US THAT THE PAST IS REAL ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

blackmupfel

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Registrierungsdatum: 28. Mai 2010

Wohnort: Bretten (BW)

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20

Samstag, 14. August 2010, 16:25

Danke Steffi,

schade, musst den Sammy unbedingt angucken! Kommst halt morgen !?...

Der neue Smiley war Elkes gute Tat für heute! :D Der war dringend nötig! Manchmal kann man nämlich gar nicht soviel essen, wie man brech.gif könnte :D ...., wobei ich als Schwäbin nix mehr hergeb, was Geld gekostet hat :D ...

Liebe Grüße!
Gerlinde
Vögel, die nicht schwimmen können, werden zu den Sinkvögeln gerechnet... (Uli Stein)

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