Hallo zusammen,
im Grunde genommen geht es fast immer gut,
wenn die Tiere nicht zu alt sind.
Kerstins Rabenkrähe und auch die von dir, sind ja noch jung.
Von Vorteil ist, dass Kerstins Vogel menschenscheu ist,
daran könnte sich deine orientieren.
Wenn Kerstin dann noch darauf achtet,
dass die Krähe nicht auf die Schulter springt und evtl. Betteln ignoriert,
sollte sie es irgendwann kapieren. Menschen sind doof!
Einmal am Tag Wasser und Futter und ansonsten die Tiere absolut ignorieren.
Das hilft immer.
Es dauert unterschiedlich lang, bis man einen Rabenvogel entwöhnt hat.
Bei meinen letzten verzogenen (wurden mir so gebracht) Dohlen hat es 1 1/2 Jahre gedauert,
bis ich es gewagt habe, sie wieder auszuwildern.
Eine diesjährige Elster, wurde mir auch gebracht, weil sie auf den Kopf fliegt,
fängt jetzt schon an zu fremdeln, da meine Handaufzuchten ständig meckern und panisch werden,
wenn ich in die Voli komme.
Es kann für den Vogel also nur von Vorteil sein,
wenn du ihn in eine Voli abgibst, in der er Artgenossen kennenlernen kann.
Und, das ist zwar traurig für dich, aber es geht um das Tier,
du solltest ihn auf keinen Fall dort besuchen!!!
Vielleicht bei der Auswilderung dabei sein, wenn es der Person recht ist, aber mehr nicht.
Ich habe derzeit 6 Rabenkrähen hier, die unterschiedlich alt sind.
Da herrscht schon strenge Rangordnung.
Aber nie wirklich böse.
Ein vorwitziger Jungvogel wird schon mal auf den Rücken gelegt.
Mehr nicht.
Ich habe 4 Futterschalen und 3 Wasser/Badeschalen.
Nüsse, Leckerchen oder große Fleischstücke verteile ich in der Voliere,
damit sie sich nicht so in die Federn kriegen.
Erdnussstangen, Meisenknödel hängen mehrere in unterschiedlichen Höhen.
Auch da gibt es kein Gezanke. Ganz selten.
Aber auch von solchen Rangeleien lernen die Tiere sehr viel.
Übertreibt es einer, dann gibt es den Hintern voll.
Viel Geschrei um gar nichts

Aber - sie müssen das lernen
und kapieren so die Laute, das Verhalten unter Artgenossen.
So können schwächere Rabenkrähen lernen, solchen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen,
wenn sie es denn möchten.
Eine menschenbezogene Rabenkrähe würde in der Natur von Artgenossen häufig platt gemacht werden. Leider!
Spielzeug haben sie auch. Aber sicher 10 - 15 Stück, welche ich regelmäßig austausche.
Besser doppelt und dreifach, da alles was Rabe 1 gut findet, müssen Rabe 3 und 6 auch haben
und das was Rabe 3 ergaunert hat, muss Rabe 4 haben, damit Rabe 2 ihm das klauen kann
Sollte Kerstin deine Rabenkrähe nehmen,
wäre es gut, wenn sie ihre für einen halben Tag rausnehmen
und die Voliere umgestalten und dann beide Rabenkrähen gleichzeitig reinsetzen würde.
Somit kann ausgeschlossen werden,
dass K. Rabe "seinen" Ast, seinen Schlafplatz etc. verteidigt - den gibt es dann nicht mehr
So kann man Reibereien fast perfekt ausschließen.
Für beide Vögel wäre die Voliere neu.
Und sie wären nicht allein.
Vertragen werden sie sich wie Geschwister, Zank und Streit,
wenn es um schöne, leckere Dinge geht, ansonsten wird gekuschelt
Ich greife nur ein,
wenn es wirklich schlimm wird.
Da ist bislang 2x passiert.
Da reicht ein Schlagen gegen das Voligitter, dazu der Spruch "Sag mal, spinnt ihr?"
und gut ist
Die kommen schon klar
Bücher kann ich dir leider keine empfehlen,
aber wenn du etwas wissen möchtest, dann frag doch einfach
Liebe Grüße
Jennifer