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Tosha

Schüler

  • »Tosha« ist der Autor dieses Themas

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21

Samstag, 10. September 2011, 11:01

Liebe Rabenleute,
ich habe ein paar Fragen zur Resozialisation.
Wie geht es vor sich, wenn ein neuer Vogel in die Voliere kommt, Tosh ist ziemlich besitzergreifend, was sie einmal in ihrem Haus hat, rückt sie nimmer heraus ( Tosh mag Sachen, die glänzen, etwa Kaffeelöffel), deshalb frage ich, wenn nun so eine Kleine, Zarte wie Tosh, auf ein oder mehrere andere Räbchen trifft, die die Voliere bislang für sich allein hatten, kommt es dann zu Kämpfen, wird sie unter Umständen verletzt? Eine Voliere ist ein abgeschlossener Raum, die Tiere können ja nicht flüchten voreinander. Greift Ihr ein? Wie greift Ihr ein?
Welche Art von Untergrund braucht eine Voliere?
Wie sieht Euer Leben mit den Vögeln in der Voliere aus? Ihr füttert sie, haltet die Voliere sauber, beobachtet sie. Worauf kommt es noch an?
Welche Bücher soll ich dazu lesen?
Es grüßen
Tosha und Angela

Kerstin

Schüler

Beiträge: 108

Registrierungsdatum: 6. Mai 2010

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22

Samstag, 10. September 2011, 16:09

Liebe Angela,

aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen das sich Krähen untereinander nicht wirklich was antun! Als ich letztes Jahr die "Dicke" dazu bekommen habe, ist mein frecher Stu ein- zweimal hinter ihr her und hat sie gejagt. Hört sich schlimmer an als es war, denn die Dicke hat sofort den Spieß umgedreht und Stu erst einmal gezeigt wer hier der Boss ist :D ca. eine Woche lang waren beide noch ziemlich schüchtern aber nach dieser Woche hat Stu sich das erste mal getraut in ihren Federn "rumzumachen". Seit dem war es die große Liebe zwischen den beiden. Jede Krähe ist, glaube ich, besitzergreifend und teilt nie gerne, aber die finden schon Wege Spielzeug für sich zu behalten oder eben: Der stärkere gewinnt!

Jede Krähe, und das finde ich so wichtig für das Leben draußen, muss lernen sich zu behaupten und sie muss lernen sich anzupassen! Beides ist enorm wichtig.
Sie müssen lernen miteinander zu kommunizieren.

Eingreifen ist, glaube ich, der falsche Weg, denn an dem Spruch: " Eine Krähe hackt einer anderen Krähe kein Auge raus" ist was dran.

Die Voliere ist dazu da, das die Tiere die eben sehr anhänglich Menschen gegenüber sind, wieder lernen ein Krähenleben zu leben. Der menschliche Kontakt MUSS sich auf das Füttern und saubermachen beschränken, damit die Tiere die natürliche Scheu vor dem Menschen wiederfinden. Und dieser Instinkt ist Überlebensnotwendig.

Bücher? Keine Ahnung ob es darüber Bücher gibt. Ein sehr interessantes Buch ist: Rabenschwarze Intelligenz von Josef H. Reichholf!

Ganz liebe Grüße

Kerstin

Jennifer

"Chaostante"

Beiträge: 2 295

Registrierungsdatum: 10. September 2009

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23

Samstag, 10. September 2011, 18:34

Hallo zusammen,

im Grunde genommen geht es fast immer gut,
wenn die Tiere nicht zu alt sind.

Kerstins Rabenkrähe und auch die von dir, sind ja noch jung.
Von Vorteil ist, dass Kerstins Vogel menschenscheu ist,
daran könnte sich deine orientieren.
Wenn Kerstin dann noch darauf achtet,
dass die Krähe nicht auf die Schulter springt und evtl. Betteln ignoriert,
sollte sie es irgendwann kapieren. Menschen sind doof!
Einmal am Tag Wasser und Futter und ansonsten die Tiere absolut ignorieren.
Das hilft immer.
Es dauert unterschiedlich lang, bis man einen Rabenvogel entwöhnt hat.
Bei meinen letzten verzogenen (wurden mir so gebracht) Dohlen hat es 1 1/2 Jahre gedauert,
bis ich es gewagt habe, sie wieder auszuwildern.
Eine diesjährige Elster, wurde mir auch gebracht, weil sie auf den Kopf fliegt,
fängt jetzt schon an zu fremdeln, da meine Handaufzuchten ständig meckern und panisch werden,
wenn ich in die Voli komme.
Es kann für den Vogel also nur von Vorteil sein,
wenn du ihn in eine Voli abgibst, in der er Artgenossen kennenlernen kann.
Und, das ist zwar traurig für dich, aber es geht um das Tier,
du solltest ihn auf keinen Fall dort besuchen!!!
Vielleicht bei der Auswilderung dabei sein, wenn es der Person recht ist, aber mehr nicht.

Ich habe derzeit 6 Rabenkrähen hier, die unterschiedlich alt sind.
Da herrscht schon strenge Rangordnung.
Aber nie wirklich böse.
Ein vorwitziger Jungvogel wird schon mal auf den Rücken gelegt.
Mehr nicht.
Ich habe 4 Futterschalen und 3 Wasser/Badeschalen.
Nüsse, Leckerchen oder große Fleischstücke verteile ich in der Voliere,
damit sie sich nicht so in die Federn kriegen.
Erdnussstangen, Meisenknödel hängen mehrere in unterschiedlichen Höhen.
Auch da gibt es kein Gezanke. Ganz selten.
Aber auch von solchen Rangeleien lernen die Tiere sehr viel.
Übertreibt es einer, dann gibt es den Hintern voll.
Viel Geschrei um gar nichts 8) Aber - sie müssen das lernen
und kapieren so die Laute, das Verhalten unter Artgenossen.
So können schwächere Rabenkrähen lernen, solchen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen,
wenn sie es denn möchten.
Eine menschenbezogene Rabenkrähe würde in der Natur von Artgenossen häufig platt gemacht werden. Leider!

Spielzeug haben sie auch. Aber sicher 10 - 15 Stück, welche ich regelmäßig austausche.
Besser doppelt und dreifach, da alles was Rabe 1 gut findet, müssen Rabe 3 und 6 auch haben :D :D :D
und das was Rabe 3 ergaunert hat, muss Rabe 4 haben, damit Rabe 2 ihm das klauen kann :P :D

Sollte Kerstin deine Rabenkrähe nehmen,
wäre es gut, wenn sie ihre für einen halben Tag rausnehmen
und die Voliere umgestalten und dann beide Rabenkrähen gleichzeitig reinsetzen würde.
Somit kann ausgeschlossen werden,
dass K. Rabe "seinen" Ast, seinen Schlafplatz etc. verteidigt - den gibt es dann nicht mehr ;)
So kann man Reibereien fast perfekt ausschließen.
Für beide Vögel wäre die Voliere neu.
Und sie wären nicht allein.
Vertragen werden sie sich wie Geschwister, Zank und Streit,
wenn es um schöne, leckere Dinge geht, ansonsten wird gekuschelt :love:

Ich greife nur ein,
wenn es wirklich schlimm wird.
Da ist bislang 2x passiert.
Da reicht ein Schlagen gegen das Voligitter, dazu der Spruch "Sag mal, spinnt ihr?"
und gut ist :D
Die kommen schon klar :knuddel:

Bücher kann ich dir leider keine empfehlen,
aber wenn du etwas wissen möchtest, dann frag doch einfach :knuddel:

Liebe Grüße
Jennifer
Wer keinen Vogel hat, hat ein leeres Nest im Kopf!

Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch,
einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln
und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
Maxim Gorki

wilith

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24

Samstag, 10. September 2011, 20:06

Bücher gibt es wenige,ich finde zwei gut:

JOSEF REICHOLF-RABENSCHWARZE INTELLIGENZ (wobei die Erfahrungsberichte über die (von Reicholf durchaus positiv gesehenen :S ) Handaufzuchten mit Vorsicht zu genießen und NICHT als nachahmenswert (!) bewertet werden (von mir).Diese werden nämlich etwas blumig dargestellt und so "gut",wie im Buch erzählt,geht es fast nie :!:
Dennoch enthält das Buch eine Menge guter Informationen und liest sich schön.

Dann:

WOFGANG EPPLE-RABENVÖGEL
Sehr gutes Sachbuch,viel Hintergrundwissen,Standardwerk.Wolfgang Epple distanziert sich klar von Wildvogelhaltung in Gefangenschaft-es sei denn,es ist durch Behuinderung o.ä. nicht anders möglich :S

Meine Schwester (Buchhändlerin) erzählte mir eben,dass im Winter ein neues Sachbuch auf den Markt kommt,welches Raben & Rabenvögel behandelt.
Vielleicht ist das ja mal was.Aber insgesamt denke ich auch,dass du gut bedient bist,einfach nachzufragen,denn das,was es nhier im Forum gibt,ist eine Menge praktischer Erfahrung,
welche mit Buchtheorien nicht vergleichbar ist ;)
______________________________________________________________________________________________________________

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Daniaminna

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25

Samstag, 10. September 2011, 20:52

Hallo Angela,

im Großen und Ganzen schliesse ich mich Jennifer an!

Wobei ich persönlich den Eindruck habe, dass fehlgeprägte Rabenkrähen von allen Rabenvögeln an ihrer Fehlprägung am hartnäckigsten festhalten :(

Letztes Jahr hatte ich einen Trupp von 5 Krähen in einer Voli....zwei davon waren fehlgeprägt.... Charly, der in der Voliere keine Anstalten gemacht hat, zu fremdeln oder erwachsen zu werden, hat mir arges Kopfzerbrechen bereitet :rolleyes: ...... aber sobald er dann zum 2. Mal draussen zur Auswilderung war, hat sich das Blatt gewandelt!....... Charly ist prima zurechgekommen :thumbsup: ....und nur noch auf Stippvisite und sporadisch zu Besuch gekommen, um sich ein paar Zophobas abzuholen...... Bruno, der in der Voli zwar neugierig aber wegen Charly auf Distanz war, war über den Winter und auch noch im Frühjahr täglich hier!...... aber nun hat auch er es geschnallt :D ....vorgestern war er auch hier ;) ...mit zwei weiteren Krähen er ist über den Hof gekreist und über mir in der Luft fast stehen geblieben.....hat mir zugeschrien und ist mit den anderen weitergezogen und hat Windspiele gestrieben..... heute hab ich ihn nur gehört.....ich höre ihn fast jeden Tag, aber er kommt nicht mehr.....

Auch mit der Gruppenbildung, wie Jennifer es beschrieben hat, mache ich es ähnlich.....je nachdem, wieviel Tiere und Volieren man hat, bildet man *Überwinterungsgruppen* ... da würde ich nur unter ganz bestimmten Kriterien im Folgejahr ein Jungtier zu setzen..... reine Auswilderungsgruppen, die idealerweise alle im gleichen Alter sind..... und ich hatte hier mal eine Behinditruppe, das waren Krähen, die alle irgendein Problem hatten und deshalb von durchweg fitten Krähen sicherlich gerne gehänselt worden wären.

Und dann sollte eben kein Tier in eine vorhandene Gruppe, ohne dass die Umgebung verändert wurde..... das kann zu echten Verletzungen führen!

In solchen Fällen greife ich auch ein!..... ich gehe aber in die Voli und zur Not klemm ich mir beide Streithammel unter die Achseln und halte ne Standpauke...... zumindest aber der Platzhirsch muss sich abkühlen, wenn er es zu wild treibt :rolleyes: ......aber wenn man eben auf verschiedene Dinge achtet, geht es relativ harmlos ab :) .....und Durchsetzung, sowie Demut muss auch im Hause Rabenkrähe geübt werden ;)

Liebe Grüße
Elke
Es ist die typische Eitelkeit und Impertinenz des Menschen, ein Tier "dumm" zu nennen, nur weil sein menschlicher Verstand nicht ausreicht, es zu verstehen! (Mark Twain)


Ideale sind wie Sterne, wir erreichen sie niemals,
aber wie die Seefahrer auf dem Meer können wir unseren Kurs nach ihnen richten.

maja03

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26

Sonntag, 11. September 2011, 09:40

Hallo,

das Buch Rabenschwarze Intelligenz hab ich mir auch gekauft. Das ist echt Interessant, kann ich nur weiterempfehlen.

liebe Grüße,

Maja
"Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken."

Tosha

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27

Donnerstag, 29. September 2011, 10:27

Nüsse

Liebe Rabenleute,
noch eine Frage zum Futter,
kann ich neben Walnüsssen ( sehr beliebt, auch zum Spielen), Erdnüssen ( den gerösteten, die Elke auch füttert), Haselnüssen, auch Cashewkerne, Macadamianüsse kurz alles was sich so im Studentenfutter befindet, reichen? Mandeln natürlich nicht, wegen gewisser Inhaltsstoffe- Tosh mag es momentan nussig. Sie findet die nicht in der hiesigen Natur, ein Einwand dagegen?, es geht mir darum, daß sie gut ernährt ist .
Es grüßen
Tosh & Angela

Cioara

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28

Donnerstag, 29. September 2011, 11:41

Kannst Du alles geben. :)

In Loving Memory... Tswitchy

Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird,
gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.



Tosha

Schüler

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29

Donnerstag, 29. September 2011, 13:52

Nüsse

Danke Dir!
Tosh ist beim Schmausen, es wird Herbst, die Nüsse fliegen durch die Gegend( aber nicht weil es Herbst wird!)
Winkend, krahkrah
Tosha &
Angela

Daniaminna

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Registrierungsdatum: 15. Juni 2008

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30

Donnerstag, 29. September 2011, 21:28

Hallo Angela,

versuch auch mal Eicheln ;) ....und zum aueinanderpflücken eignen sich Tannenzapfen hervorragend :thumbsup:

Liebe Grüße
Elke
Es ist die typische Eitelkeit und Impertinenz des Menschen, ein Tier "dumm" zu nennen, nur weil sein menschlicher Verstand nicht ausreicht, es zu verstehen! (Mark Twain)


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