Mauersegler (Apus Apus)
Wie die Schwalben hat auch der Mauersegler einen gegabelten Schwanz und wird gerne schon mal mit diesen verwechselt.
Es ist weit verbreitet in Mitteleuropa und häufig in Städten, weniger in den Dörfern zu finden.
Es ist ein Langstreckenzugvogel und überwintert in Afrika. Ankunftszeit in Mitteleuropa im April doch schon im Juli/August beginnt der Rückzug der Mauersegler nach Afrika.
Seine Niststätten findet er ihn in Industrie- und Hafenanlagen, Kirchen, Burgen oder in Felsen im Mittelmeerraum, gelegentlich auch in Bäumen.
Seine Nahrung setzt sich ausschließlich aus Insekten und Spinnen zusammen.
Das Verhalten ist stark wettergeprägt. Er ist ein virtuoser Flieger und Gleiter, außerhalb der Brutzeit kann er wochenlang in der Luft bleiben. Er ist ein geschickter Kletterer an Fels und Mauergestein, aber auf Zweigen können sie nicht sitzen. Der Nahrungserwerb ist wie bei den Schwalben nur im Flug, das Trinken von der Wasseroberfläche findet ebenfalls im Flug statt. Gebrütet wird meist in kleinen Kolonien. Bei gutem Wetter kann man die Mauersegler in sozialem Flugspiel bewundern. An der Bruthöhle sind sie sehr aggressiv gegenüber Artgenossen, bei Feinden bilden sie dann jedoch wieder einen Schwarm zur Abwehr.
Mauersegler werden erst im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif, sie haben eine starke Nestplatzbindung führen jedoch nur eine Saisonehe. Ihr Nestbau bevorzugen sin in dunklen Hohlräumen mit direktem Ein/Ausflug wie sie es z.B. unter Dachrinnen oder in Mauerlöchern vorfinden. Das Nest wird gemeinsam vom Elternpaar gebaut. Wie die Nahrung wird auch das Nistmaterial im Flug gesammelt. Das Gelege besteht aus 2-3 Eier. In Mitteleuropa ist die Eiablage in der 2. Maihälfte zu erwarten. Es findet nur eine Jahresbrut statt. Wird das Nest zerstört kann es zu einem Nachgelege kommen.
Statistisch ist das Höchstalter mit 21 Jahren durch einen Ringfund belegt.
Referat 21.06.2009 (I.B.)