Sie sind nicht angemeldet.

silfri

Anfänger

  • »silfri« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 7

Registrierungsdatum: 22. Juni 2010

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 22. Juni 2010, 23:13

Hilfe! Kiebitzküken gefunden!

Hallo!

Ich bin heute Abend nach Hause gefahren und wich auf der Landstraße einer Kiebitzfamilie aus. Die Küken liefen orientierungslos (so schien es mir) im Zickzack auf der Straße hin und her, in etwa 10m Höhe flog ein Elterntier laut rufend in Kreisen. Ich hätte nicht angehalten und das Schauspiel beobachtet, wenn nicht direkt auf der Straße ein Küken gesessen hätte. Ich bin großzügig drum herum gefahren.

Aber irgendwie ließ es mir keine Ruhe, dass alle Küken putzmunter auf der Straße (einspurig, sehr einsam und selten befahren) herumliefen - Nur eben dieses eine nicht.
Ich bin vorhin nochmal zurückgefahren und es saß immernoch dort. Von den Geschwistern und der Mutter nichts zu sehen. Ich hab es also eingepackt und nun vor mir sitzen.

Frage: Was tun? Ich habe bereits nach Auffangstationen gesucht, aber keine in der näheren Umgebung gefunden, zu der ich jetzt hinfahren könnnte. Donnerstag fahre ich wieder nach Hannover, da könnte ich auf dem Weg dorthin das Tier irgendwo abgeben (sollte es bis dahin überleben).


Mit Vögeln habe ich nur Kontakt, wenn ich bei meiner Mama Eier aus dem
Hühnerstall hole ;) Ich kann nur sagen, was augenscheinlich kaputt ist:

Es hat an dem linken Bein ein paar seeeehr oberflächliche Schürfwunden (ich habe sie nur nach genauem Suchen gefunden) und leider ist die linke mediale Zehe (also die zum anderen Füßlein hin) offen gebrochen. Die Flügel scheinen heil und funktionsfähig zu sein. Es ist ein wenig unterernährt, glaube ich - Die Carina sterni ist fühlbar, tritt aber nicht deutlich hervor. Ich weiß nicht, was da normal ist, erinnere mich aber an eine Vorlesung, in der gesagt wurde, dass die Carina fühlbar ist, wenn Vögel unterernährt sind.

Wie ernähre ich diesen Zwerg nun? Von einer anderen Seite habe ich die Info, dass man ihnen Würmer suchen soll und sie in einer flachen Schale mit Erde anbieten soll. Hab ich gemacht - Ein Wurm (kein Regenwurm, irgendwas anderes, wahrscheinlich eine Larve, alles aus dem Misthaufen) ist bereits vertilgt. Außerdem habe ich ihm 2-3 Würmchen Rindertartar angeboten, von denen er auch ein Würmchen verschlungen hat. Ans Wasser ist der Lütte noch nicht gegangen, und ich mag ihn auch zu nichts zwingen. Als lebenswilliger Nestflüchter sollte er ja selbständig trinken und futtern, oder?

Die Hautverletzung über der Fraktur der Zehe habe ich vorerst mit Xylocain (Lokalanästhetikum) schmerzfrei bekommen. Ich habe leider kein Betaisodona zum Spülen vor Ort, habe also mit etwas Zuckerwasser gespült und Gaze darauf gelegt. Leider halten meine Tapes nicht an der einzelnen Zehe, ich habe ihm jetzt notdürftig einen Plattenverband gemacht, also alle Zehen großflächig mit eingetapet, so dass es aussieht, als hätte er einen Entenfuß. Er steht auf dem Beinchen und piept ohne Unterlass, möchte aber wohl noch nicht laufen. Egal, immerhin steht er, wenn auch wacklig.

Wie soll ich weiter vorgehen (Außer weiter nach einer Aufzuchtstation suchen, sollte es die Nacht überstehen)? Habt Ihr Tips oder Tricks? Ich möchte natürlich nichts falsch machen! Und: Gibt es überhaupt Aufzuchtstationen, die auch verletzte Jungtiere (es hat noch angetrocknete Eihaut auf dem Gefieder) aufnehmen und hochpäppeln? Oder bemühe ich mich jetzt, damit es letzten Endes aufgrund seiner Verletzung euthanasiert wird, da die Gefahr besteht, dass es invalide wird? Ich meine, dass solche Tiere nicht allein aufgezogen werden sollten, damit sie danach wieder ausgesetzt werden können und sich nicht zu sehr auf den Menschen prägen.

Ich hoffe, dass sich hier jemand findet, der mir mit vielen Ratschlägen zur Seite stehen kann, bis ich eine geeignete Pflegestation für den kleinen Zwerg gefunden habe :)

Vielen Dank schonmal im Voraus!
silfri

Jennifer

"Chaostante"

Beiträge: 2 302

Registrierungsdatum: 10. September 2009

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 22. Juni 2010, 23:20

Hallo silfri,

du wohnst wohl zu weit weg....

Die Kleine benötigt unbedingt Wärme.
Am Besten Rotlicht,
ansonsten geht eine Wärmflasche,
die müsste nur heute Nacht gewechselt werden.
Ca. 36-38 Grad.
So kleine Nestflüchter sind grauenvoll kälteempfindlich.
Insekten sind immer gut!!!
Limokolenfutter wäre hilfreich.
Das ist speziell für Regenpfeiferartige.

Wo wohnst du denn genau?
Vielleicht kann man dir da jemanden empfehlen.

Liebe Grüße
Jennifer
Wer keinen Vogel hat, hat ein leeres Nest im Kopf!

Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch,
einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln
und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
Maxim Gorki

Jennifer

"Chaostante"

Beiträge: 2 302

Registrierungsdatum: 10. September 2009

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 22. Juni 2010, 23:22

Ach ja, nur weil eine Zehe nicht ganz in Ordnung ist,
muss die Kleine nicht euthanisiert werden :knuddel:
Wer keinen Vogel hat, hat ein leeres Nest im Kopf!

Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch,
einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln
und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
Maxim Gorki

silfri

Anfänger

  • »silfri« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 7

Registrierungsdatum: 22. Juni 2010

  • Nachricht senden

4

Dienstag, 22. Juni 2010, 23:32

Hallo Jennifer,

vielen Dank für die Antwort!


Ich sitze derzeit in Cuxhaven, fahre am Donnerstag über Bremerhaven-Bremen nach Hannover. Da ich mit dem Auto unterwegs bin, könnte den Wurz also auch etwas "abseits" dieser Strecke absetzen.

Auf einer Wärmflasche sitzt er bereits. Meine Rotlichtlampe liegt in Hannover - Von letztem Sommer noch, als ich meinen Erpel großgezogen habe. Limikolenfutter - Kannst Du mir sagen, woher ich das kriege? Google spuckt mir auf die Schnelle nix Brauchbares aus - Und es eilt ja schon, wenn ich morgen (hoffentlich!!!) weitermachen muss.

Sonst noch irgendwelche Hinweise, Tips, Tricks oder sonstiges? Der Zwerg dürfte ja durch die mehr als zwei Stunden Asphalt nach 19Uhr schon gut ausgekühlt sein.. Ich hoffe, dass er noch wieder auftaut ;)

Vielen Dank erstmal!

PS: Dass nicht sofort euthanasiert wird, weiß ich! Ich habe halt nur mal gehört, dass wer gehört hat, dass... ;) Aber Kiebitze haben ja einen gewissen Seltenheitsgrad, so dass da sicherlich mehr unternommen wird, schon allein um die Art zu erhalten. Die Bestände gehen ja stark zurück...

Daniaminna

befindet sich in Metamorphose!

Beiträge: 2 783

Registrierungsdatum: 15. Juni 2008

Wohnort: Liesborn

  • Nachricht senden

5

Dienstag, 22. Juni 2010, 23:53

Hallo,

ja, schwarze Schafe gibt es leider überall .....aber ich denke auch nicht, dass Dein Pflegling Futter für andere Pfleglinge wird ;)

Ich würde ihm noch etwas Kuscheliges bieten, mach ein, zwei Knubbel aus Toilettenpapier als Geschwisterersatz, die sitzen ja schliesslich alle auf einem Knäuel.....wenn er nicht aufhört zu piepsen....er ruft sicher die Anderen.... kannst Du auch einen Wecker daneben legen, da hat er ein Geräusch.

Du kannst ihm, wenn Du meinst, es fehlt ihm Flüssigkeit....ein wenig Wasser mit am besten Traubenzucker geben..... Spritze würde ich hier nicht nehmen, sondern den Finger ins Wasser tunken und den Tropfen an den vorderen Schnabel halten, er zieht sich selber rein.....ist ein Elektrolytersatz und damit macht man nichts falsch.

Unterkühlung ist immer blöd!.....aber es geht ja auch oft genug gut, ich wünsch es Euch Beiden :thumbsup:

Liebe Grüsse
Elke
Es ist die typische Eitelkeit und Impertinenz des Menschen, ein Tier "dumm" zu nennen, nur weil sein menschlicher Verstand nicht ausreicht, es zu verstehen! (Mark Twain)


Ideale sind wie Sterne, wir erreichen sie niemals,
aber wie die Seefahrer auf dem Meer können wir unseren Kurs nach ihnen richten.

silfri

Anfänger

  • »silfri« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 7

Registrierungsdatum: 22. Juni 2010

  • Nachricht senden

6

Mittwoch, 23. Juni 2010, 00:48

Huhu!

Der kleine hat jetzt drei Toilettenpapierknödel, zwischen die er sich gleich gedrängt hat. Ihm fehlte wohl wirklich der Kontakt.. Er ruft auch nicht mehr :) Der Tipp war wirklich Gold wert, danke!

Ob er dehydriert ist oder nicht, kann ich leider nicht einschätzen. Ich werde ihm morgen früh einfach etwas Zuckerwasser geben. Wenn er Durst hat, wird er's trinken. Wenn nicht, dann nicht, und dann ist es auch okay. Er hat ja gefressen, und in einer Larve und in Rindertartar ist ja auch gut Flüssigkeit drin, die er erstmal mit aufnehmen kann.

Erstmal bin ich gespannt, ob er diese Nacht übersteht.

Vielen Dank vorerst, ich meld mich morgen nochmal!

:nacht:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »silfri« (23. Juni 2010, 00:48)


Jennifer

"Chaostante"

Beiträge: 2 302

Registrierungsdatum: 10. September 2009

  • Nachricht senden

7

Mittwoch, 23. Juni 2010, 06:09

Hallo silfri,

im Notfall geht auch Entenkükenfutter.
Also Aufzuchtsfutter für Wassergeflügel.
Ich kenne eine sehr kompetente Stelle in Hamburg.
Dort werden gerade auch zwei Kiebitze aufgezogen,
da wäre deiner nicht allein.
Wenn du magst,
gebe ich dir seine Tel.-Nummer.

Allerdings würde ich heute schnellstens Insekten kaufen.
Gibt es im Fressnapf und Co.
Sollten sie dir weiße Maden (Fliegenmaden) anbieten,
musst du diese erst abkochen und kannst sie dann einfrieren.
Heimchen wären klasse.

Liebe Grüße
Jennifer
Wer keinen Vogel hat, hat ein leeres Nest im Kopf!

Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch,
einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln
und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
Maxim Gorki

8

Mittwoch, 23. Juni 2010, 06:34

Ich weiß was,ich weiß was!!! :D

Gib ihn da ab,wenn du nach Hannover fährst:

Wildtierstation

Ganz nette Station,kann ich empfehlen.

LG

Ricarda
Durch viele Zitate vermehrt man seinen Anspruch auf Gelehrsamkeit, vermindert den auf Originalität, und was ist Gelehrsamkeit gegen Originalität? Man soll Zitate also nur gebrauchen, wo man fremder Autorität wirklich bedarf.
Arthur Schopenhauer ;)

Daniaminna

befindet sich in Metamorphose!

Beiträge: 2 783

Registrierungsdatum: 15. Juni 2008

Wohnort: Liesborn

  • Nachricht senden

9

Mittwoch, 23. Juni 2010, 07:40

Hallo Silfri,

ich ergänze Jennifer noch etwas :)

Bei den Heimchen solltest Du die Hinterbeine ( Sprungbeine) abtrennen, dort befinden sich Widerhaken und sie können den Vogel verletzen.

Wenn keine Heimchen zu bekommen sind, gehen auch Steppengrillen........Mehlwürmer kannst Du auch anbieten, am besten die weissen, frisch gehäuteten.

Alles in der Hoffnung, dass der Kleine die Nacht gut überstanden hat!

Liebe Grüsse
Elke
Es ist die typische Eitelkeit und Impertinenz des Menschen, ein Tier "dumm" zu nennen, nur weil sein menschlicher Verstand nicht ausreicht, es zu verstehen! (Mark Twain)


Ideale sind wie Sterne, wir erreichen sie niemals,
aber wie die Seefahrer auf dem Meer können wir unseren Kurs nach ihnen richten.

Jennifer

"Chaostante"

Beiträge: 2 302

Registrierungsdatum: 10. September 2009

  • Nachricht senden

10

Mittwoch, 23. Juni 2010, 08:11

Du meine Güte....
DANKE, Elke!!

Das habe ich völlig vergessen zu erwähnen.
Die Hinterbeine müssen weg.

So langsam werde ich duselig 8| :D
Gestern Abend um neun, rief noch jemand an,
wollte gerade meine Kleine ins Bett bringen.
Amseln gefunden.
Ich erkläre minutenlang relativ aufwendig,
was die fressen, wie sie untergebracht werden usw.
Irgendwann fragt sie mich, ob sie mir die Kleinen nicht einfach vorbei bringen dürfe.
Deswegen hätte sie auch angerufen :hm:
Mir tat die Finderin ziemlich leid.
Ich glaube, ich merk nichts mehr /&

Liebe Grüße
Jennifer
Wer keinen Vogel hat, hat ein leeres Nest im Kopf!

Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch,
einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln
und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
Maxim Gorki

11

Mittwoch, 23. Juni 2010, 08:25

@ Jennifer:
jaaa! da erklärt man lang und breit,die finder fragen auch nochmal nach,wenn sie was nicht verstanden haben und am ende dann ein zögerliches: "kann ich den nicht vorbei bringen?" :D:D:D

und das mit den beinen vergesse ich auch ständig mitzuteilen... :rolleyes:

LG

Ricarda
Durch viele Zitate vermehrt man seinen Anspruch auf Gelehrsamkeit, vermindert den auf Originalität, und was ist Gelehrsamkeit gegen Originalität? Man soll Zitate also nur gebrauchen, wo man fremder Autorität wirklich bedarf.
Arthur Schopenhauer ;)

silfri

Anfänger

  • »silfri« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 7

Registrierungsdatum: 22. Juni 2010

  • Nachricht senden

12

Mittwoch, 23. Juni 2010, 12:03

Hallo!

Wunderbar, dass Ihr mir noch soviele Tips geben konntet, vielen Dank dafür!

Der Kleine lebt noch. Das Beinchen ist den Verletzungen entsprechend angeschwollen, aber ich denke, dass das verheilen wird.

Ich habe ihm an der Fingerspitze etwas Zuckerwasser angeboten, dass er auch brav getrunken hat. Außerdem hat er brav zwei Würmchen Rindertartar angerührt. Gleich fahr ich los und versuche Limikolenfutter oder ähnliches aufzutreiben. Heimchen werden schwierig - Meine Mutter versorgt den Zwerg mit (ich habe nebenher noch ein Pferd mit Hufrehe zu versorgen) und sie sagt ganz klar, dass es für sie nicht in Frage kommt, lebenden Tieren die Beine abzuschneiden. Verfüttern ja, vorher ohne entsprechende Schmerztherapie amputieren: nein.

Kann ich ihn notfalls auch mit Krabben füttern? Wir haben noch welche hier, die könnte ich ihm kleinmachen und anbieten - oder ist da was drin, was für solch einen Kleinstvogel unbekömmlich sein könnte?
Ich habe übrigens bei meinem Dozenten angerufen und der meinte, dass der Kleine meiner Beschreibung nach maximal 48h alt sein würde. 8|

Wie oft soll ich ihn am Tag wiegen? Reicht es, das Gewicht morgens und abends zu kontrollieren?


Ich freu mich auf Antworten! :rolleyes:

PS: Die Wildtierstation Sachsenhagen klingt super, da werde ich anrufen, wenn er bis dahin überlebt haben sollte. Hamburg ist mir leider etwas zu weit weg - Hin und zurück würden für mich fast 400km bedeuten, die entsprechend Sprit kosten. Als Studentin hab ich's nicht so dicke, als dass ich mir das ohne Weiteres neben meinem Pferd noch leisten könnte

13

Mittwoch, 23. Juni 2010, 12:47

Hi,

die Heimchen frierst Du natürlich vorher ein, ansonsten wären die viel zu quirlig und würden bei der "Amputation" abhauen. 20 Min im Gefrierfach und sie sind sediert, ab 1h tritt der Exitus ein.

Da Insekten keine Nervenrezeptoren im Gehirn besitzen, wäre die Verstümmelung nicht schmerzhaft im Sinne von menschlichem Schmerz...ob die Insekten allerdings ein Trauma erleiden und dadurch seelische Defizite kann ich nicht beurteilen.

LG
Peter

Daniaminna

befindet sich in Metamorphose!

Beiträge: 2 783

Registrierungsdatum: 15. Juni 2008

Wohnort: Liesborn

  • Nachricht senden

14

Mittwoch, 23. Juni 2010, 12:51

Hallo Silfri,

schön, dass der Kleine so standhaft ist ;) .....für das Beinchen empfehle ich Traumeel......oral oder als Creme.

Zitat

Verfüttern ja, vorher ohne entsprechende Schmerztherapie amputieren: nein.

Da haben wir doch die Lösung..... gib ihnen etwas zu fressen, denn sonst sind sie ausgehungert und bringen dem Vogel nicht viele Vitamine..... ein paar Haferflocken mit zwei Scheibchen Karotte wäre toll, das kannst Du dann auch gleich den Mehlwürmern mit anbieten.

Wenn sie gut gefuttert haben, stellst Du sie in die Tiefkühltruhe und entnimmst immer nur soviel er braucht....... da merken sie auch nichts mehr vom Abtrennen der Hinterbeine, da es Insekten sind.....würden sie aber auch sonst nichts merken :D .......und humaner als einfrieren, geht kaum!

Zitat

Kann ich ihn notfalls auch mit Krabben füttern?

Mit Krabben?....hmm.... wie hoch ist denn da wohl der Salzgehalt?....wenn es Rabenvögel wären, würde ich sagen immer mal wieder zwischendurch gerne.

Wissen tue ich es nicht.....aber vom Bauchgefühl her würde ich sagen lieber nicht als Heimchenersatz.

Zitat

Wie oft soll ich ihn am Tag wiegen? Reicht es, das Gewicht morgens und abends zu kontrollieren?


Ich persönlich bin nicht so der Wiegefreak :) .....man sieht ja, wie der Vogel frisst und wie er verstoffwechselt...... von daher würde ich sagen, einmal sollte reichen aber immer zur selben Zeit mit entweder immer gefülltem oder leerem Magen.

@ Jennifer

Zitat

So langsam werde ich duselig 8| :D


nööö..... für Dich ist es so selbstverständlich, dass man es gern vergisst mitzuteilen ;) ..... ich war fast sechs Jahre Moderatorin im grössten Zierfischforum, mit vielen Anfängern als User und bin deswegen ein wenig vorbelastet ;)

Liebe Grüsse
Elke
Es ist die typische Eitelkeit und Impertinenz des Menschen, ein Tier "dumm" zu nennen, nur weil sein menschlicher Verstand nicht ausreicht, es zu verstehen! (Mark Twain)


Ideale sind wie Sterne, wir erreichen sie niemals,
aber wie die Seefahrer auf dem Meer können wir unseren Kurs nach ihnen richten.

silfri

Anfänger

  • »silfri« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 7

Registrierungsdatum: 22. Juni 2010

  • Nachricht senden

15

Mittwoch, 23. Juni 2010, 16:45

Hallo!

So, Limikolenfutter hat natürlich niemand. Die Heimchen erschienen mir so groß, dass ich mir beim besten Willen nicht vorstellen konnte, wie der kleine das runterkriegen soll (die Dinger waren halb so groß wie sein Kopf!).

Ich habe mich für weiße Fliegenmaden entschieden und damit fing die Tortur an. Durch mein Studium bin ich eine Menge an ekelhaftem Zeugs gewöhnt - dachte ich.
Die Fliegenmaden habe ich mit einer Pinzette aus dem Top geholt, zerschnitten (sehr agile Viecher!) und dem Zwerg mit einer Pinzette angeboten. Nach einigem angewidertem Kopfgeschüttel (oh, kann ich das nachvollziehen!) hat er die Madenstücke dann aber doch angenommen. In der letzten Stunde hat er drei Maden gefuttert. Nun sitzt er mit vollem Magen im Körbchen - Und schreit. "Kwiiiiiiiiet! ----- Kwiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeet! ---------- Kwieeeeeet! --------- Kwiiiieeeeeeeeet!" :hm:

Sein Körbchen (eigentlich eine Tupperware-Box) steht auf einem Heizkissen, so dürfte er nicht auskühlen.

Ich hänge mal ein paar Photos von dem Zwerg an. Heute Abend wird gewogen. :)

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Gestern abend:


Grad eben:

Jennifer

"Chaostante"

Beiträge: 2 302

Registrierungsdatum: 10. September 2009

  • Nachricht senden

16

Mittwoch, 23. Juni 2010, 17:01

Hallo silfri,

weiter oben hatte ich geschrieben,
dass es besser wäre die Maden kurz zu Kochen/überbrühen.
Das hat den Effekt,
dass sie nicht so zäh sind und leichter verdaut werden können.
Die Heimchen solltest du aber trotzdem kaufen.
die kannst du einfrieren und dann in schnabelgerechte Stücke schneiden.
Die laufen nicht aus.
Nur Pinkies ist nicht wirklich gut für so einen Kleinen.
Hatten sie kein Wassergeflügelaufzuchtsfutter?
Raiffeisen und Co. haben so etwas immer.

Er schreit, weil er Hunger hat ;)
Drei Maden in einer Stunde sind viel zu wenig.
Der Kleine muss mehr fressen.

Du kannst ihm Futter in einem Schälchen anbieten.
Normalerweise fressen die allein.
Dann kann er soviel fressen, wie er mag.

Liebe Grüße
Jennifer
Wer keinen Vogel hat, hat ein leeres Nest im Kopf!

Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch,
einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln
und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
Maxim Gorki

Jennifer

"Chaostante"

Beiträge: 2 302

Registrierungsdatum: 10. September 2009

  • Nachricht senden

17

Mittwoch, 23. Juni 2010, 21:36

Hallo silfri,

so, habe nun endlich Antwort von jemandem erhalten,
dem ich i.B. auf Wildtiere blind vertraue.
Er meint:


Wildtierauffangstation Rastede

Parkstrasse 154
26180 Rastede-Hankhausen

Telefon: 04402 / 985444


Liebe Grüße
Jennifer
Wer keinen Vogel hat, hat ein leeres Nest im Kopf!

Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch,
einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln
und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
Maxim Gorki

silfri

Anfänger

  • »silfri« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 7

Registrierungsdatum: 22. Juni 2010

  • Nachricht senden

18

Donnerstag, 24. Juni 2010, 03:15

Guten Abend!

Der Zustand des Kleinen hat sich meiner Meinung nach drastisch verschlechtert. Er frisst nur widerwillig (zuvor bis zu 15 Maden/Stunde+Rindertartar+Entenaufzuchtfutter - Hatte ich noch von meinem Erpel seinerzeit, war noch haltbar und augenscheinlich ok) und erweckt bei mir inzwischen den Eindruck, als hätte er ein Schädelhirntrauma. Manchmal pickt er, ruft und rennt herum - Im nächsten Moment sitzt er apathisch, nahezu somnolent in der Ecke und rührt sich nicht mehr. Es erinnert an die klassische Schnappatmung bei Atemnot, und manchmal knistert es, wenn er einatmet. Wahrscheinlich hat er Wasser in die Atemwege bekommen, als er sich in einer aktiven Phase ins Wasserbecken geworfen hat und dort wieder somnolent wurde, jedenfalls fand ich ihn nach maximal 30Min in der Wasserschale vor, komplett aufgeweicht und apathisch.
Heute (Donnerstag) fahr ich wieder nach Hannover, da werd ich die für ihn und mich einfachste und höchstwahrscheinlich beste Lösung wählen: Ich bring ihn zu meiner Uni (TiHo Hannover, Klinik für Zier- und Wildvögel), die sollen ihn anständig verarzten. Danach bin ich gerne bereit, ihn zu der von Ricarda empfohlenen Pflegestelle zu bringen. Rastede ist super, ich kenne die Ecke - Aber auch die bedeutet für mich wieder einen immensen Umweg, den ich, wie gesagt, derzeit schlichtweg nicht finanzieren kann, so leid es mir tut ;( Ich rechne mit einer abartig horrend hohen Tierarztrechnung von mehreren tausend Euro für mein Pony - Da muss ich leider jeden Cent zweimal umdrehen.

Ich hoffe inständig, dass der lütte Kiebitz die Nacht überlebt... !

:nacht:

PS: Die Maden habe ich abgekocht - Das ändert nichts daran, er will einfach nicht mehr fressen. 40%ige Glucose-Lösung hat er vom Finger aber weiterhin genommen, insgesamt 13 Tropfen während der letzten Fütterzeremonie, und einen Krabbenbrösel und ein Rindertartarwürmchen. Ich glaube aber, wie gesagt, dass sein Hirn Schaden genommen hat... Wir werden morgen mehr erfahren, wenn er bis dahin überlebt!

19

Donnerstag, 24. Juni 2010, 05:44

Hmh...Das passt nicht...woher soll er das Schädel-Hirn-Trauma denn haben..?
Das entwickelt sich ja nicht so von jetzt auf gleich,zumindest ist mir darüber nichts bekannt. ?(

Und das Röcheln kommt wohl vom Verschlucken...?

Dummerweise deuten die Symptome auf einiges hin...TiHo Hannover ist da glaub ich die beste Lösung.
Darf ich fragen,wie du fütterst?Notfalls musst du ihn zwangsernähren...würde aus den Maden einen Brei machen,'n bisschen Traubenzucker dran-in eine 1 ml-Spritze aufziehen(vorne abschneiden) und rein damit-ob er will oder nicht.

Was auch immer es ist-Abmagerung und Schwäche tragen nicht zur Genesung bei.

LG

Ricarda
Durch viele Zitate vermehrt man seinen Anspruch auf Gelehrsamkeit, vermindert den auf Originalität, und was ist Gelehrsamkeit gegen Originalität? Man soll Zitate also nur gebrauchen, wo man fremder Autorität wirklich bedarf.
Arthur Schopenhauer ;)

Jennifer

"Chaostante"

Beiträge: 2 302

Registrierungsdatum: 10. September 2009

  • Nachricht senden

20

Donnerstag, 24. Juni 2010, 07:10

Hallo silfri,

ein Schädel-Hirn-Trauma kann der Vogel nicht haben.

Mag sein,
dass ich jetzt sch... wirke,
aber der Kleine sollte nur Insekten erhalten.
Weder Rindfleisch, noch Krabben.
Einfach nur Insekten und gegebenenfalls etwas Aufzuchtsfutter.

Und er sollte auch nicht wer weiß wie baden,
wenn du kein Rotlicht hast.
Der Vogel kühlt völlig aus.
Eine ganz flache Schale mit etwas Wasser füllen,
und dazu Insekten, wäre perfekt.
Und Wärme.

40% Glukose ist zuviel.
5 - 10% sind ausreichend.

Liebe Grüße
Jennifer
Wer keinen Vogel hat, hat ein leeres Nest im Kopf!

Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch,
einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln
und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
Maxim Gorki

Ähnliche Themen

Verwendete Tags

gefunden, kiebitz

Counter:

Hits heute: 215 | Hits gestern: 395 | Hits Tagesrekord: 14 731 | Hits gesamt: 661 204