Hallo liebe Foreaner!
Ich habe gestern ebenfalls ein junges Feldkiebitzküken (wusste ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht) gefunden, welches orientierungslos auf dem Hof eines befreundeten Landwirtes herumlief. Von der Mutter weit und breit nichts zu sehen, also dache ich: Der Kleine hat ohne Mutter eh keine Chance zu überleben, also nimmste ihn mit und versuchst, ihn etwas aufzupäppeln und dann in professionelle Hände zu geben. Nach einiger Recherche stieß ich auf die Wildtierauffangstation Rastede, die einzige Station in der Nähe (um Oldenburg), die geeignet erschien.
Allerdings war es schon nach 23.00 Uhr - um diese Zeit wollte ich dann allerdings bei den Leuten nicht mehr anrufen geschweige denn klingeln.
Also habe ich den Kleinen erst mal mit Wasser versorgt - allerdings wollte er nicht so recht viel trinken, zudem habe ich ihm Vogelfutter (Körner) angeboten, welches er allerdings gänzlich verschmähte (weil er ausschließlich Insekten vertilgte, wie ich später lernen musste).
Ich habe ihn auf eine warme Decke gesetzt, allerdings piepte er unaufhörlich (weil er trotzdem fror - wie ich später erfuhr). Erst als ich ihm aus der Decke eine warme Höhle gebaut hatte, war plötzlich Ruhe.
So brachte ich ihn durch die Nacht - allerdings kam er mir am nächsten Morgen (heute) schon deutlich geschwächt vor, sodass ich mich sofort auf den Weg in die Wildtierauffangstation Rastede (
http://www.wildtierstation-rastede.de) gemacht habe. Der Leiter öffnete mir und nahm sich des Kleinen sofort an, erkannte sofort die Art und dass er erst sehr kürzlich geschlüpft sein dürfte und er sofort Wärme bräuchte. Man erkannte als Außenstehender sofort, dass diese Leute ihre Aufgabe hochprofessionell und mit Hingabe erfüllten und dass sie allen Tieren eine Chance geben wollen.
Also meine Erfahrung: Wildtierauffangstation Rastede: Absolut empfehlenswert!
Ich habe bei meinem Besuch auch gleich eine kleine Spende hinterlassen, dort ist das Geld mit Sicherheit gut investiert, davon konnte ich mich selbst überzeugen!

Also meine Empfehlung: Überlasst das "Aufpäppeln" lieber den Profis, dann sind die Überlebenschancen für die Tiere am Größten!
Gruß Holle