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babs1974

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Dienstag, 3. August 2010, 10:44

ich bin's wieder...

Ich weiß schon, ich nerv euch mittlerweile wahrscheinlich schon, aber mich überfordert das mit dem Kleinen mittlerweile irgendwie, weil ich nicht weiß, wie ich ihn jetzt füttern soll. Ich hab keine Ahnung, was ich ihm zu fressen geben soll.

Wildvogelsaatmischung gibt es bei uns zur Zeit keine in der Tierhandlung. Die haben das scheinbar nur im Winter. Wo kann man so etwas denn sonst noch kaufen, bzw. um welche Körnersorte handelt es sich denn da hauptsächlich? Unausgelöste Sonnenblumenkerne? Die könnte ich ihm ja auch in einem normalen Geschäft kaufen Bei den ausländischen Sachen gibt es solche Sonnenblumenkerne auch, glaub ich.

Es ist für mich schwierig geworden, ihn zu füttern. Mit seinem Beinchen steht er halt nicht so richtig fest auf der Stange und dann will er immer da oben sein, wenn ich ihm was gebe. Die ersten 4-5 mittleren Heimchen klappen dann ganz gut und dann wird er schon so schludrig. Macht den Schnabel nicht mehr gut auf, bzw. spuckt er sie dann teilweise wieder aus, bettelt aber auf der anderen Seite noch weiter. Ich hab ihm gestern einen geriebenen Apfel gegeben (mit der Pinzette gefüttert), da hat er auch ein bisschen was gefressen, an den Grassamen pickt er auch immer wieder mal, aber bis er von diesen Samen eine vernünftige Menge, die ihn auch satt macht, zusammenbekommt, muss er ja den ganzen Tag da reinpicken, bzw. braucht er da ja Unmengen bis er satt ist. Oder benötigt er jetzt nicht mehr so viel, wie zu Beginn? Seine Häufchen sind mittlerweile eben viel dünner, als es sie zu Beginn waren. Ich weiß halt echt nicht, was normal ist, weil ich nicht vergleichen kann, wie das bei anderen Vögeln ist. :-(((

Was soll ich ihm noch zu fressen anbieten?

Liebe Grüße
Babs

babs1974

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162

Dienstag, 3. August 2010, 10:45

noch was...

Ich hab ihm Wasser und auch Sand in den Käfig gestellt. Er hat beides noch nicht genutzt.

babs1974

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163

Dienstag, 3. August 2010, 13:03

ich hätte jetzt einen Platz gefunden...

Hallo,

ich hätte jetzt einen Platz für unseren kleinen Spatz gefunden, weil ich doch ab Sonntag wegfahren. Und zwar wäre das bei sternenhof.com. Das ist nicht weit von uns entfernt und er würde dort in eine Voliere kommen. Ich habe da vorhin mit einem Mann telefoniert und sie würden sich um die Pflege des Spatzen kümmern, allerdings müsste ich den Kleinen so weit bringen, dass er sich von 18 Uhr abends bis 8 Uhr morgens selbst versorgt, weil da keiner da ist, der ihn füttern kann.

Wie kann ich das denn am besten schaffen?

Daniaminna

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Dienstag, 3. August 2010, 19:31

Hallo Babs,

Zitat

Wie kann ich das denn am besten schaffen?


indem Du konsequent die Futtergaben per Spritze reduzierst ;) ....auch wenn er bettelt!....das ist so ähnlich wie bei verwöhnten Kindern.

Wie oft fütterst Du ihn jetzt noch?

Besorg statt der Wildvogelmischung eben Kanarienfutter....aber wichtiger sind Gräser mit Samenrispen!

Weiss der Mann, dass der Kleine ein Problem mit dem Beinchen hat?.....gibst Du Vitamin B Komplex?

Zitat

Ich hab ihm Wasser und auch Sand in den Käfig gestellt. Er hat beides noch nicht genutzt.

...wird er schon noch ;)

Schön, dass Du eine Lösung für den Urlaub gefunden hast :thumbsup:

Liebe Grüsse
Elke
Es ist die typische Eitelkeit und Impertinenz des Menschen, ein Tier "dumm" zu nennen, nur weil sein menschlicher Verstand nicht ausreicht, es zu verstehen! (Mark Twain)


Ideale sind wie Sterne, wir erreichen sie niemals,
aber wie die Seefahrer auf dem Meer können wir unseren Kurs nach ihnen richten.

babs1974

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165

Dienstag, 3. August 2010, 20:33

Hallo Elke,

danke für deine Antwort. :-))

Ich glaube, ich hab ihm heute 3mal mit der Spritze (reine Heimchenmantsche) gefüttert zu je 1 bis 1,5ml. Zwischendurch hat er aber auch noch so einiges an Heimchen verdrückt. Ich hab ihm halt meist so alle 2 Stunden was gegeben. Ich hab ihm auch einen Apfel gerieben und ihm davon ein bisschen was mit der Pinzette gegeben, das hat ihm auch geschmeckt, ein kleines Stückchen Weintraube und ein mini Stück von einer Nektarine und ein bisschen geriebene Karotte. Außerdem hab ich ihm wieder Gras mit so Samen gepflückt - ich hab bei uns extra ein kleines Stück stehen lassen und da hab ich jetzt Samen - sind halt aber immer die gleichen. Aber wieviel muss ich denn da pflücken? Da ist ja nicht viel drin. Er pickt da schon immer wieder rein. Auch aus der Kolbenhirse pickt er sich immer wieder mal was raus. Kanarenfutter hab ich auch am Boden verstreut. Ich kann ja oft nicht so genau sehen, was er sich da raussucht, aber ich denke, dass er von dem, was er sich da allein sucht, garnicht satt wird, das reicht im Moment hinten und vorne nicht aus um sich allein versorgen zu können. Das sind meiner Meinung nach nur Miniportionen. Wenn ich ihn mit Heimchen füttere, dann geht er irgendwann und sucht sich anschließend auch noch selbst ein bisschen was.

Ich hab dem Mann gesagt, dass er sein Beinchen verletzt hat, er hat mich dann gefragt, ob sie denn mit dem Kleinen noch zum Tierarzt müssen, aber das ist ja jetzt nicht mehr notwendig. Ich hab ihm außerdem gesagt, dass er in der Nacht nicht auf der Stange schläft, sondern dann unten, weil es mit dem Beinchen in der Nacht wohl zu anstrengend ist. Im Moment hat er noch sein Nestchen im Käfig stehen und da legt er sich auch tagsüber immer wieder mal gerne rein. Der Mann hat gemeint, dass sie ihm dann ein Plätzchen aus Stroh machen werden, wo er dann auch schlafen kann.

Vitamin B Komplex bekommt er jetzt nicht. Wo hol ich denn das und wie ist das anzuwenden?

Ich habe ihn soeben noch einmal mit Heimchen gefüttert und den Käfig jetzt schon hochgetragen, sodass es bei ihm jetzt langsam finster wird und er sich an den normalen Tages-/Nachtrythmus gewöhnen kann. Bis jetzt hat er in einem abgedunkelten Raum geschlafen, weil ich ihn auch länger im Wohnraum gelassen hatte, weil ich ihn ja erst später zum letzten Mal gefüttert habe. Ich musste die Nachtphase ja verkürzen, als er so krank war. Jetzt bin ich mal gespannt, wie lang morgen Früh dann Ruhe ist.

Liebe Grüße
Babs

babs1974

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Donnerstag, 5. August 2010, 19:37

Halli-Hallo...

jetzt hab ich mal wieder eine Frage an euch.

Ich hatte bei meiner Suche nach einer Unterkunft für meinen Spatzen auch die nächst gelegene Vogelstation angeschrieben. Die haben mir heute geantwortet und mir eine Telefonnummer von einer Frau gegeben, mit der ich mich wegen der weiteren Pflege in Verbindung setzen könnte.

Letztlich war ich bei dieser Frau nicht richtig, weil sie sich um Mauersegler und so kümmert. Sie hätte jetzt aber gemeint, dass man einen Spatzen nur so kurz wie unbedingt erforderlich von der Hand aufziehen muss und man dann schauen muss, dass er wieder Anschluss an die anderen Spatzenmamas findet und von denen weiter gefüttert wird. Sie hat gemeint, je länger der Vogel in der Obhut von mir ist und von mir gefüttert wird, umso weniger Chancen hat er hinterher, weil er vor nichts Angst hat. Sie war der Meinung, dass ich ihn mit dem Käfig rausstellen soll und abwarten soll, bis die anderen auf ihn reagieren und ihn unter Umständen auch füttern und ihn dann freilassen soll.

Muss er denn jetzt zuerst stelbstständig werden, bevor ich ihn freilassen kann oder hat die Frau recht? Irgendwie bin ich jetzt gerade total verunsichert. :(

Liebe Grüße
Babs

Daniaminna

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Donnerstag, 5. August 2010, 19:51

Hallo Babs,

.....Päppelmethoden gibt es viele, denn nicht nur ein Weg führt nach Rom!.........allerdings ist mir das hier völlig neu..

Zitat

Spatzen nur so kurz wie unbedingt erforderlich von der Hand aufziehen muss und man dann schauen muss, dass er wieder Anschluss an die anderen Spatzenmamas findet und von denen weiter gefüttert wird


Bei Spatzen habe ich jetzt ehrlich gesagt noch nie was von Ammenaufzucht gehört ?( ....und es auch nie ausprobiert, Bzw. ist zu unseren Spatzen eine *Spatzenmutter* gekommen, um sie zu füttern ?(

Ich würde also nicht unbedingt damit rechnen, wobei das natürlich eine recht einfache und ideale Lösung wäre :D

Zitat

Sie war der Meinung, dass ich ihn mit dem Käfig rausstellen soll und abwarten soll, bis die anderen auf ihn reagieren und ihn unter Umständen auch füttern und ihn dann freilassen soll.


Das wiederum praktizieren wir auch!..... allerdings nicht, um sie füttern zu lassen, sondern eher damit der Spatz aus Handaufzucht lernt, dass es Artgenossen gibt und mit ihnen kommunizieren kann!

Zitat

Muss er denn jetzt zuerst stelbstständig werden, bevor ich ihn freilassen kann oder hat die Frau recht?


Ich persönlich würde ganz sicher kein unselbstständiges Tier in die Freiheit entlassen!

Liebe Grüsse
Elke
Es ist die typische Eitelkeit und Impertinenz des Menschen, ein Tier "dumm" zu nennen, nur weil sein menschlicher Verstand nicht ausreicht, es zu verstehen! (Mark Twain)


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aber wie die Seefahrer auf dem Meer können wir unseren Kurs nach ihnen richten.

blackmupfel

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Donnerstag, 5. August 2010, 20:53

Jetzt will ich doch nochmal meinen Senf dazugeben ;) ...

Wie ich ja schon erwähnte, hab ich jetzt drei Spatzen aufgezogen. Alle waren grundverschieden.
Der erste im letzten Jahr hatte es sehr eilig mit dem Rauskommen und flog mir irgendwann einfach an der Hand vorbei in den nächsten Spatzenpulk auf dem Dach gegenüber. Den sah ich ziemlich sicher noch manchmal, er war nicht so zurückhaltend wie andere, bettelte aber auch nicht mehr.

Dieses Jahr hatte ich eben einen, der - wie Deiner, Babs - eine Behinderung am Beinchen hat. Auch er war - wie der letztes Jahr - nicht sehr zutraulich. Trotzdem kam er insgesamt viermal zurück, als er draußen - absichtlich oder versehentlich - in Freiheit war. Und er wollte rein in die Voliere! Nicht wegen mir - er läßt sich schon lange nicht mehr füttern...

Der letzte - unser Turbo-Spatz, von dem die Bilder hier in diesem Thread sind - wollte auch recht früh raus. Die Spatzen zeigen es deutlich, wenn sie raus wollen! Und überlegen sich, wenn sie gehandicaped sind, ob sie draußen bleiben wollen....
Nun ist er seit fünf Tagen draußen und kommt drei- bis viermal am Tag und bettelt um Futter, obwohl er die letzten zwei Tage in der Voli nichts mehr von mir genommen hat. Er lässt sich nicht anfassen und beim kleinsten Schreck ist er weg. Ich denke, er verhält sich wie ein normales Spatzenkind, das ja draußen auch noch einige Zeit von den Eltern weitergefüttert wird und "nabelt" sich jetzt langsam "ab".... Und ich weiß sicher, er wird nicht von anderen Spatzeneltern mitversorgt!

Es liest sich unglaublich, aber als ich am zweiten Tag nach der Auswilderung den Turbo-Spatz gefüttert hatte und ihn dann doch mit der Hand erwischte, setzte ich ihn zu den gehandicapten in die Voliere, wo er sich den Kropf dann auch noch mit Mehlwürmern und Kolbenhirse bis fast zum Platzen füllte :D .
Schon einige Tage vorher hatte ich einen Ast ziemlich hoch übers Eck der Voliere angebracht und dabei - von mir unbemerkt - die Krampen des Volierendrahts ausgerissen. Der Turbo-Spatz füllte sich den Kropf, peilte die Lage und - weg war er, durch diese Lücke, bis zum nächsten Morgen....

Die drei anderen dachten nicht im Traum dran, das nachzumachen. Auch vorher müssen sie bemerkt haben, dass man da rauskommen könnte....

Was ich sagen will: Du merkst deutlich, wann Dein Spatz "reif" ist ;), er zeigt es! Und wenn Du ihn aufmerksam beobachten kannst, zeigt er auch, wie beängstigend seine Behinderung für ihn ist und ob er lieber zurück will....

Natürlich würde ich Deinen Spatz gern über Deinen Urlaub versorgen, aber ich denk, das wäre vielleicht zu weit, um ihn herzubringen....

Liebe Grüße!
Gerlinde

Das ist der Turbo-Spatz auf der Voliere:
»blackmupfel« hat folgende Datei angehängt:
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Vögel, die nicht schwimmen können, werden zu den Sinkvögeln gerechnet... (Uli Stein)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »blackmupfel« (5. August 2010, 20:51)


babs1974

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Donnerstag, 5. August 2010, 22:13

Hallo ihr 2,

danke für eure Antworten und Gerlinde, danke für dein Angebot, dass du ihn zu dir genommen hättest. Aber das ist wohl in der Tat leider zu weit weg.

Durch das Telefonat heute, habe ich mir halt jetzt schon so meine Gedanken gemacht. Es ist für den Kleinen hier bei mir bestimmt nicht so der optimale Platz, weil er ja nur in einem kleinen Käfig im Wohnbereich steht. In der Nacht ist er oben, wo unsere Schlafräume sind, damit er nicht so lange auf ist, wie wir. Seit 2 Tagen versuche ich ihn ja jetzt anzupassen, so dass er sich an diesen Rhythmus von 18 Uhr bis 8 Uhr gewöhnt. Heute ist er seit 18.50 Uhr allein. Da wurde er von mir zum letzten Mal gefüttert. Er hat Körner, Kolbenhirse und Grashalme mit Samen im Käfig. Wenn er oben ist, dann wird es für ihn ohne künstliches Licht ganz normal dunkel und morgen früh wieder hell. Sodass er sich jetzt wirklich an den Tagesrhythmus anpassen kann.

Er bettelt immer noch nach einer Stunde. Ich gebe ihm aber erst nach 2 Stunden wieder was. Ich hab halt aber wirklich das Gefühl, dass er sich eigenständig noch garnicht wirklich was nimmt. Das bisschen knabbern an den Hirsekolben... davon landet nicht viel in seinem Bauch, denke ich.

Er hat auch immer noch nicht sein Bad genutzt. Es fehlt ihm sicherlich eine große Voliere und auch der Kontakt zu anderen Vögeln. :-( Hab mir jetzt gedacht, dass ich ihn morgen auf den Balkon stellen kann. Da kann nämlich keine Katze kommen. Wenn er hier durchs Wohnzimmer fliegt, dann ist er schon noch arg planlos. Hat Problem gezielt wo zu landen, wo er möchte. Oft geht es nicht so ganz und dann fliegt er planlos weiter. Ist halt wirklich alles nicht ideal für ihn.

Ich weiß jetzt dann auch garnicht so genau, wie es mit ihm jetzt dann weitergeht, wenn er bei diesem sternenhof ist. Ich bin ja für 2 Wochen weg. Keine Ahnung, ob die ihn dann auswildern? Ich hatte das so jetzt noch nicht weiter geklärt, weil ja noch nicht klar war, ob er das 14 Stunden ohne gezielt gefüttert zu werden, aushält. Ich weiß jetzt auch garnicht, ob so einem Spatz das egal ist und er sich von jedem füttern lässt, oder ob er da jetzt dann auch erst einmal Probleme macht.

Ich kann's nur nochmal sagen. Ich muss euch echt bewundern, wie ihr das alle so macht. Ich glaub, ich hätt's an eurer Stelle schon mit den Nerven. ;-)) Ich freue mich, dass ich ihn großziehen konnte, aber der Aufwand war schon echt der Wahnsinn und ich hoffe, dass ich nicht so schnell wieder so einen kleinen "Scheißer" wo finde.

Liebe Grüße
Babs

@Gerlinde... er ist ein richtig Hübscher geworden. ;-))

Jennifer

"Chaostante"

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170

Freitag, 6. August 2010, 06:39

Hallo Babs,

ich würde ihn definitiv nicht zu der Frau bringen,
die vorwiegend Mauersegler pflegt.
Man kann einen unselbstständigen Sperling nicht einfach raussetzen X(
Der verhungert dann.
Und solange der Kleine noch auf dem Boden schläft,
schon mal gar nicht.
Ich würde im Tierheim nachfragen,
wer in der Urlaubszeit z.B. Wellensittiche versorgen würde (privat).
Vielleicht könnte er dort für 2 Wochen untergebracht werden.
Und nach deinem Urlaub entscheidest du ohne Zeitdruck in Ruhe weiter.

Liebe Grüße
Jennifer
Wer keinen Vogel hat, hat ein leeres Nest im Kopf!

Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch,
einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln
und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
Maxim Gorki

babs1974

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Freitag, 6. August 2010, 08:05

Guten Morgen Jennifer,

also zu dieser Frau hätte ich ihn jetzt sowieso nicht gebracht und sie hätte ihn auch garnicht genommen.

Da, wo ich ihn hinbringen wollte, das nennt sich Sternenhof. Die Adresse hatte mir die Tierärztin genannt. Ich kannte das bis dahin noch nicht. Hier ein kurzer Auszug von deren Homepage:

"Der Sternenhof - ein Ort der Begegnung von Menschen mit ihren Mitgeschöpfen, den Tieren.Ein Vierseithof, zwischen Pocking und Bad Füssing gelegen, wurde mit viel Mühe und Engagement restauriert. Um Café, Restaurant, Scheunenladen etc. erweitert, beherbergt der Sternenhof auf seinem Gelände in neu errichteten Unterkünften Tiere, die aus ausweglosen Situationen befreit wurden.
Das einladende und erlebnisreiche Hofambiente soll nicht nur ein Ort des Schutzes, der Geborgenheit, des Friedens und der Liebe sondern auch ein Ort der Auseinandersetzung und des Nachdenkens über unseren Umgang mit Schwächeren sein.
Ständige Aktivitäten in vielen Bereichen des Tier-, Natur- und Menschenschutzes sollen bewirken, darüber nachzudenken, was jeder einzelne von uns dazu beitragen kann, dass es auf unserer Erde künftig weniger Leid gibt."
*****************
Da habe ich vor einigen Tagen mit einem total freundlichen Mann telefoniert und er hat mir gesagt, dass der Spatz dort in eine Voliere kommen würde. Sie würden ihm auch aus Stroh einen Schlafplatz machen (wobei ich jetzt garnicht weiß, ob er das noch braucht, weil er die letzten beiden Nächte auf der Stange geschlafen hat). Das einzige Problem, was ich dort sehe, dass da eben von 18 Uhr bis 8 Uhr keiner da ist, der ihn füttern kann und deshalb hab ich jetzt Nacht für Nacht die Zeit verlängert. Er hat von mir gestern Abend um 18.50 Uhr zuletzt was bekommen und heute um 7.45 Uhr wieder. Da füttere ich ihn immer noch mit Heimchen. Die hat er mir mit der Pinzette gefressen, wobei seine 1. Mahlzeit am Tag sowieso immer kleiner ausfällt, als alle weiteren. Wenn er dann von mir was bekommen hat, dann macht er sich anschließend auch in seinem Käfig auf die Suche und frisst da dann noch ein paar Samen oder Körner.
Dorthin würdet ihr ihn auch nicht geben? Ich hatte bis auf die lange Nachtpause eigentlich schon ein sehr gutes Gefühl.
Liebe Grüße
Babs


Jennifer

"Chaostante"

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172

Freitag, 6. August 2010, 08:36

Hallo Babs,

das hört sich doch sehr gut an.
Und die Zeitspanne ist auch nicht sooo lang,
da der Kleine ja schon nach Körnern sucht.

Liebe Grüße
Jennifer
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Maxim Gorki

babs1974

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173

Freitag, 6. August 2010, 08:50

:-))

Hallo Jennifer,

das erleichtert mich aber jetzt. :-))

Ok, dann wird er morgen da hin kommen. Werde heute noch einmal dort anrufen.

Liebe Grüße
Babs

Richie

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174

Freitag, 6. August 2010, 12:41

Babyspatz

Hallo!

Mein Beitrag kommt leider sehr spät, da wir selbst erst im Urlaub in Fazana (Istrien) "über einen ca 5-6 Tage alten Spatz gestolpert sind". Das Findelkind haben wir dann vom ersten Urlaubstag an bis zur Ankunft bei uns zu Hause bei uns. Die Aufzucht haben wir mit Katzenfutter (Whiskas junior) erfolgreich durchgeführt. Ich vermute, dass es ein Weibchen ist, das bis jetzt, also nach gut 18 Tagen noch nicht ganz sagen kann. Jedenfalls hat sie mittlerweile selbst Fliegen gejagt und kleine Regenwürmer, die wir im Garten aus dem Unterholz her haben gefüttert - und sich prächtig entwickelt. In Zukunft bekommt sie noch Körnerfutter das den Kanarienvögeln ähnelt. Ob wir sie auswildern oder sich auswildern läßt ist fraglich, da sie sich bereits so an uns gewöhnt hat. Vielleicht probieren wir es mit einem Kanarienvogel als Begleiter, der am Besten, auch von der Größe zu ihr passen würde.

Jedenfalls haben wir mit dem Katzenfutter sehr gute Erfahrungen und ein tolles Ergebnis erziehlt!

Viel Glück bei der Aufzucht von Jungvögeln! :bye:

Lg Richie
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Daniaminna

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175

Freitag, 6. August 2010, 12:59

Hallo Richie,

herzlich Willkommen in unserem Forum ;)

Zitat

Jedenfalls haben wir mit dem Katzenfutter sehr gute Erfahrungen und ein tolles Ergebnis erziehlt!


Na, dann hat der Zwerg ja richtig Glück gehabt!..... denn artgerecht und wirklich abwechselungsreich ist es ja nicht gerade!

Deshalb sollten wir es hier auch nicht propagieren, denn Katzenfutter mögen sie mal hin wieder klauen, aber wirklich finden werden sie es kaum in den Gärten.....ausser, sie gehen einkaufen :D

Die Zusammensetzung von feuchtem Katzenfutter ist jetzt auch nicht prickelnd, da beinhalten Insekten und Körner schon etwas mehr!

*Mal* als Notfallfutter, ok...... aber sonst eher nicht!

Liebe Grüsse
Elke
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176

Freitag, 6. August 2010, 14:09

Hallo Richie,

auch ich heisse Dich hier herzlich Willkommen.

Man dann habt Ihr ja wirklich einen aufregenden Urlaub verbracht und auch noch dabei eine gute Tat vollbracht. Auch wenn Ihr dem kleinen Sperling das Leben gerettet habt und ich das klasse finde, möchte/muss ich doch auf so einige kleine Dinge hinweisen.

Das Findelkind haben wir dann vom ersten Urlaubstag an bis zur Ankunft bei uns zu Hause bei uns.

Auch wenn es nur ein Spatz ist, es ist ein Wildvogel oder generell ein Tier. Für Tiere gibt es ganz besondere "Einfuhrbestimmungen". Das hat seinen guten Grund, so können z.B. Krankheiten die in bestimmten Regionen der Erde vorkommen nicht eingeschleppt werden. Ausserdem kommt es durch den "Import" von bestimmten Tierenarten zu einer Faunaverfälschung ( gut bei einem Spatz jetzt nicht gerade, aber hier geht es um das Prinzip bzw. gesetzliche Bestimmungen). Wenn man Tiere im Ausland findet, dann wäre der erste Schritt dort zu einem Tierheim oder Tierarzt.

Die Aufzucht haben wir mit Katzenfutter (Whiskas junior) erfolgreich durchgeführt.
Jedenfalls haben wir mit dem Katzenfutter sehr gute Erfahrungen und ein tolles Ergebnis erziehlt!

Dazu hat Daniaminna ja schon etwas geschrieben. Möglich ist alles, auch mit Katzenfutter...aber meistens sind die Erfolge nur kurzfristig. Durch Fehl- oder Mangelernährung bei Vögeln kommt es oft zu Gefiederschäden. Der Vogel sieht eigentlich für kurze Zeit top aus, aber das Gefieder ist brüchig und oder er verliert später sogar sein Gefieder. Wir würden hier immer nur zur artgerechten Ernährung raten, so machen es alle Foren...schau in die Fütterungsempfehlungen der Wildvogel.org! Darum wäre es klasse, wenn man ein Wildtier findet...sich so schnell wie möglich Informationen zu dem Tier zu besorgen (dank dem lieben Gott der Internetcafes erfunden hat...ok, nicht gerade wenn man seinen Urlaub in Sibirien verbringen würde :rolleyes: )
Also für alle Leute, die das hier lesen...Katzennassfutter ist nicht für die alleinige Aufzucht von Vögeln geeignet!!!

Ob wir sie auswildern oder sich auswildern läßt ist fraglich, da sie sich bereits so an uns gewöhnt hat. Vielleicht probieren wir es mit einem Kanarienvogel als Begleiter, der am Besten, auch von der Größe zu ihr passen würde.

Hier muss ich Euch auch leider etwas zu schreiben.....das wäre so als würde man ein Meerschwein mit einem Kaninchen vergesellschaften! Die 2 haben ausser der Körpergröße nichts gemeinsam....sie wären zwar zusammen, aber trotzdem einsam. Die 2 können nicht miteinander kommunizieren. Eine Vergesellschaftung ist in diesem Fall nur mit der eigenen Art zu empfehlen. Aber warum sollte er nicht mehr auswilderbar sein?....nach sehr kurzer Zeit nabelt sich der Spatz von Euch ab. Er wird zwar nicht so schreckhaft gegenüber Menschen sein, wie ein wilder Spatz...aber er wird auch auf Abstand bleiben. Er muss zwar noch lernen das es gewisse Gefahren für ihn gibt, aber das schaut er sich bei seinen Artgenossen schon ab. Also wäre eine Auswilderung in der Nähe von anderen Sperlingen sehr von Vorteil....hoffentlich versteht er mittlerweile deutsch ;)

So und jetzt bitte kein Katzenfutter mehr, weil ab dem Alter frisst er hauptsächlich mehr pflanzliche Kost. Hier in diesem Thread haben Jennifer und Andere schon viele Fütterungsempfehlungen gegeben.

Trotzdem meinen ehrlichen Dank an Dich und Deine Familie, Ihr seid nicht achtlos durch die Gegend gestapft und habt nur an "Urlaub" gedacht, sondern habt auch noch ein offenes Auge für ein hilfsbedürftiges Tier gehabt :thumbsup: ...sowas machen nicht viele!

Beim nächsten Spatzen wisst Ihr nun besser bescheid und könnt Spätfolgen vermeiden!

LG
Peter

177

Samstag, 7. August 2010, 06:36

Hi Babs,

wie seht es aus? Nehmen sie den Zwerg auf?

Dann wünsche ich Dir schon einmal einen schönen Urlaub und bitte nichts aus fernen Ländern zum Päppeln mitbringen ;)

LG
Peter

blackmupfel

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178

Samstag, 7. August 2010, 11:07

Ja, von mir auch:
Einen schönen Urlaub und dem Spatz alles Gute! :)
Falls Du Dirs noch überlegst, mach nen kleinen Umweg über BW und bring den Kleinen vorbei ;) ...

Liebe Grüße!
Gerlinde
Vögel, die nicht schwimmen können, werden zu den Sinkvögeln gerechnet... (Uli Stein)

babs1974

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179

Samstag, 7. August 2010, 11:20

Hallo Peter,

ich hab gestern bei diesem Sternenhof noch einmal angerufen und da einen anderen Mann dran gehabt. Er hat mir dann gesagt, dass der Vogel in einer Vogelpflegestation besser aufgehoben wäre und er hat mir eine Telefonnummer von einer Frau in Passau gegeben. Die hab ich dann angerufen und sie hat mir dann gesagt, dass ich den Kleinen jederzeit zu ihr bringen könnte.

Zuerst hatte ich ein total gutes Gefühl, als ich gestern da angerufen hatte. Als ich ihn dann aber gegen 17 Uhr dahin gebracht habe, hatte die ältere Frau schon ordentlich "getankt". Ich war mir dann ganz unsicher. Sie hat mich von ihrer Art und vom Umgang mit dem Vogel umzugehen aber sehr an meine Oma erinnert (die hat auch immer gern getrunken) und hatte auch Vögel. Sie hat ihn aus dem Käfig genommen und dann hatte sie ihn so in der Hand gehabt und hat ihm gleich mal 3 Bussis auf dem Kopf gedrückt... und mit ihm geredet, wie mit einem kleinen Kind. Ich glaub, der Kleine wusste garnicht wie ihm geschieht. Ich wusste in dem Moment dann auch nicht, ob ich ihn jetzt wieder mitnehmen soll oder ob ich ihn bei ihr lassen soll.Mir sind die Tränen in den Augen gestanden und dann hat sie auch zu heulen angefangen und mir erzählt, dass sie weiß, wie schwer so ein Abschied fällt und was für ein Weichei sie ist, wieviel sie immer heult, wenn sie die Tiere, die sie großgezogen hat (sie zieht auch öfter Feldhasen groß), weil der Abschied so weh tut. Bin dann heim gefahren und es ging mir irgendwie richtig schlecht dabei. Nach 2 Stunden hab ich dann aber noch einmal bei ihr angerufen und gefragt, ob es ihm denn gut geht. Sie hat mir dann gesagt, dass sie ihm was zu fressen gegeben hat und es ihm gut geht. Meine Schwester hat mich beruhigt und mir gesagt, dass die das sicher gut macht, auch wenn sie betrunken ist, weil sie das ja wahrscheinlich nicht zum 1. Mal ist.

Hab heute in der Früh auch noch einmal angerufen und sie hat mir gesagt, dass sie ihn in der Nacht auch noch einmal gefüttert hat. Dass sie ihn, wenn das Wetter besser ist, mit dem Käfig raus an die Hauswand stellen wird, so dass er sich an die Umgebung gewöhnt und auch das Haus kennenlernt und Kontakt zu den ganzen anderen Spatzen bekommt, die bei ihr sind und die sie auch täglich füttert. Bei ihr haben dieses Jahr die Spatzen 5mal Junge bekommen. Ich mach mir halt irgendwie schon Sorgen um ihn, weil ich es jetzt halt nicht kontrollieren kann, wie es ihm geht, aber ich denke mir, ich hätte ihn bei uns nicht auswildern können, weil ihn dann bald unsere oder die Katze vom Nachbarn gefangen hätte.

Das war ein Bauernhaus, mitten zwischen Feldern. Sie hat mir gesagt, dass ich jederzeit anrufen kann und nachfragen kann - was ich auch noch mal machen werde... Sie hat mir dann auch noch gesagt, dass bei ihr auch regelmäßig eine Tierpflegerin vorbei schaut und sich die Tiere auch anschaut - auch, wenn es dann um die Entscheidung geht, sie freizulassen. Außerdem hat sie mir auch gesagt, dass man das dann merkt, wenn es so weit ist und er in die Freiheit muss und man ihn dann freilassen muss, weil er sich sonst verletzt.

Tja, wie gesagt, ich hoffe, dass es die richtige Entscheidung war. ;(

180

Samstag, 7. August 2010, 12:43

Hi Babs,

was soll man da zu sagen?...letzendlich muss Dein Gefühl bei der Dame den Ausschlag geben. Ich denke aber, er wird es bei Ihr gut haben :)

Gerade so Oma´s sind ja da sehr fürsorglich und hätscheln die Tiere wie kleine Kinder. Und wenn die einem im "Tee" hatte, heisst das noch lange nichts...war bestimmt aus medizinischen Gründen, gerade ältere Frauen brauchen nach dem Essen mal einen Magenbitter oder Gläschen Wein. Und wenn sie keine Fahne hatte, können es auch Medikamente sein, die einen so Aussehen lassen, als wäre man gut dabei.

Wenn sie ihn ja schon gut füttert und mit dem Käfig draussen ist auch richtig, dann wird er bald in die Freiheit kommen.

LG
Peter

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