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Sooy

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Donnerstag, 26. Juni 2008, 20:21

Auswilderung eines Grünfinkenweibchens

Hallo,

ich habe seit dem 01.06. einen kleinen Grünfinken in meiner Obhut, den unsere Hündin angeschleppt hat. (Daniaminna kennt die Geschichte schon ;) ).

Nun mache ich mir natürlich Gedanken darum wie es mit der Kleinen weitergehen soll, wenn sie erwachsen ist.
Ich würde sie schon gern auswildern, da ich finde dass sie einfach in die Natur gehört.
Nur bin ich gerade etwas verwirrt was das angeht.
Mein Cousin (er kennt sich in solchen Dingen sehr gut aus, hat auch etwas mit Forst oder so studiert und war lange Zeit im NABU) meint ich könnte sie nicht einfach wieder auswildern, da sie nun zu zahm ist und das Ganze wohl nicht überleben würde.

Nun habe ich mich auf verschiedenen Seiten informiert und habe dort gelesen, dass es Probleme geben würde, wenn der Vogel bei mir bleibt und ich das auf jeden Fall den Behörden melden muss.

Jetzt frage ich mich was ich machen soll.
Ich hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen ?( .

Liebe Grüße,
Sandra

Daniaminna

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2

Donnerstag, 26. Juni 2008, 20:49

Hallo Sandra,

schön, dass Du Dich angeneldet hast ;)

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Auswilderung.

Im Fall von Finken, Drosseln, Meisen und Co. handhabe ich es so.

Wenn sie komplett selbstständig fressen, kommen sie in einem Volierekäfig nach draussen in den Garten und dann reduziere ich die Aufmerksamkeit, die er sonst bekommen hat auf das Notwendigste....nämlich Futter und Wasser zu geben.

Oft entfremden sie sich dann nach einer Weile ganz von allein, weil sie ja auch von draussen die Eindrücke bekommen.....und sie erhalten dann auch schnell Besuch von richtigen Wildvögeln, die sich Futter klauen kommen.

Die Voliere / Käfig muss dann aber auch der Natur ein wenig angepasst werden.....also ruhig Äste mit Beeren dran, die er auch draussen findet....Erde als Bodengrund....und dort ein wenig Futter daruf streuen usw....da ist der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Dann wenn Du meinst, er ist *fertig* lässt Du das Käfigtürchen offen....wann er rauskommt, soll er selber entscheiden....dann, wenn er raus ist, solltest Du den Käfig noch stehen lassen.....als Anlaufstelle für Futter und Wasser.

Das setzt natürlich voraus, dass man einen Garten oder zumindest einen Balkon zur Verfügung hat.....und von Vorteil ist es, wenn schon Vögel da sind, die diese Stelle als Futterplatz kennen, so kann er schnell Anschluss finden..

Du kannst auch versuchen jemanden zu finden, der ebenfalls Finken hat.....manche lassen sie auch in der Voliere mit anderen Finken, ich würde aber immer Auswildern.

Er wird es lernen!.....nur, Du musst lernen, Dich jetzt irgendwann ein wenig zurücknehmen zu müssen ;) ....das ist der Haken dabei.

LG
Elke
Es ist die typische Eitelkeit und Impertinenz des Menschen, ein Tier "dumm" zu nennen, nur weil sein menschlicher Verstand nicht ausreicht, es zu verstehen! (Mark Twain)


Ideale sind wie Sterne, wir erreichen sie niemals,
aber wie die Seefahrer auf dem Meer können wir unseren Kurs nach ihnen richten.

Sooy

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3

Donnerstag, 26. Juni 2008, 20:56

Hallo Elke,

danke für Deine schnelle Antwort.
Ich finde das Auswildern auch die bessere Option ist.

Mit der Voliere habe ich das jetzt schon so, dass da Zweige aus dem Garten drin sind und auch Erde als Boden.
Nur steht sie nicht draußen, sondern in meinem Zimmer.
Sie nach draußen zu stellen wird bei mir auch ein kleines Problem werden. Denn unsere Hündin ist tägloch draußen und hat es total auf Vögel abgesehen :S .
Dann müsste ich mal mit meiner Mutter reden wie wir das am Besten machen könnten.

Nur im Fall, dass es wirklich nicht klappt, was könnte ich dann machen?
Mein Cousin meinte, dass sich Grünfinken auch mit Kanarienvögeln verstehen, stimmt das?

Aber ich werde auf jeden Fall alles dran setzen, dass ich ihn auswildern kann, nicht das mich hier jemand falsch versteht, oder so ;) .

Liebe Grüße,
Sandra

Daniaminna

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4

Donnerstag, 26. Juni 2008, 21:02

Hi Sandra,

hmmm....sie würden sich schon mit Kanarienvögel verstehen....ebenso wie mit Zebrafinken....aber das alles wäre kein wirklicher Ersatz zu einem Grünfinkenpartner ;)

Hast Du keine Möglichkeit die Voliere so aufzustellen, dass der Hund nicht dran kommen kann?.....stänkern kann er ja ruhig, der Kleine soll das Flüchten ja lernen.

LG
Elke
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Donnerstag, 26. Juni 2008, 21:04

Hey Elke,

stimmt, eigentlich ist es ja nur gut, wenn es merkt, dass Hunde böse sind.
Aber ich wüsste so nicht wo ich die Voliere hinstellen könnte, dass sie nicht drankommt. ?(

Liebe Grüße,
Sandra

Daniaminna

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Freitag, 27. Juni 2008, 07:54

Hallo Sandra,

und wie wäre es mit einem Käfig im Baum?

So hat es mal eine Freundin gemacht, die hat den Käfig gleich neben einem Futterhäuschen gehängt.

Ansonsten kannst Du wirklich nur versuchen, jemanden zu finden, der etwas bessere Möglichkeiten hat, was dann wieder den Vorteil hat, dass der Vogel diese Person nicht kennt und auch keinen Bezug dazu hat und dann auch leichter entfremdet werden kann.

So machen wir das mit Rabenvögeln.....die sind leider auch sehr oft extrem menschenbezogen....und da hat man manchmal nur die Chance ihn wieder wild zu bekommen, wenn für die Vögel wildfremde Helfer mit ins Spiel kommen.

LG
Elke
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Freitag, 27. Juni 2008, 23:30

Hallo Elke,

ich habe gerade mal mit meiner Mutter über das Ganze gesprochen und sie sagte auch, dass das alles an sich überhaupt kein Problem ist nur eben unser Hund.
Und auch wenn wir den Käfig im Baum befestigen würden, würde sie die ganze Zeit Theater machen und wir haben eh schon recht überempfindliche Nachbarn *nerv* .

Ich werde mich dann wohl umhören müssen ob jemand bessere Möglichkeiten hat den Vogel auszuwildern..!

Liebe Grüße,
Sandra

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