Für diejenigen, die sich aus dem abgeschalteten Forum der Wildvogelhilfe noch an das Rabenkrähenpaar "Fleckige & Dicker Max" erinnern, habe ich hier ein paar Fotos vom heurigen Nachwuchs.
Zunächst die stolze Mama "Fleckige", die ihre Erkennungszeichen aber erfrolgreich verbirgt. Ihre weißen Flecken hat sie vorne an den Flügeln. Sie sehen aus wie weiße Achselklappen. Man kann sie aber nur dann deutlich erkennen, wenn man beim Landeanflug der Fleckigen von oben auf die ausgebreiteten Flügel schaut. Sobald sie sitzt und die Flügel zusammengefaltet hat, ist nicht der geringste weiße Schimmer zu sehen. Deshalb kann ich Euch leider die weißen Achselklappen nicht zum Beweis per Photo zeigen.
Heuer haben die "Fleckige" und der "Dicke Max" wieder 3 Junge. Die Mutter treibt sich mit dem Nachwuchs die meiste Zeit des Tages in unserem Garten und auf den Bäumen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft herum. Für die jungen Krähen scheint es ein richtiger Abenteuerspielplatz zu sein. Der Papa glänzt meistens durch Abwesenheit. Ich nehme zu seinen Gunsten an, daß er von höherer Warte aus seine Familie ständig im Blick hat und bewacht. Ein paarmal am Tag ist die schwarze Gesellschaft aber auch zu fünft im Garten versammelt. Vor meiner Frau und mir haben weder die beiden Altvögel, noch die Jungen Angst. Wenn ich sie nicht direkt anschaue, kann ich in 2 - 3 m Entfernung an ihnen vorbei gehen, ohne daß sie die Flucht ergreifen. Ich darf sie nun nicht direkt anschauen. Was ich in all den Jahren meiner Freundschaft mit diesem Krähenpaar noch nie so genau beobachten konnte wie heuer, ist die fürsorgliche Art, wie sich die Mutter "Fleckige" um ihre Jungen kümmert. Sie sucht und sammelt unentwegt Eßbares und stopft es in die aufgesperrten Schnäbel ihrer Kinder. Richtige Festtage konnte ich der Krähenfamilie bereiten, als ich letzte Woche unseren Garten und die angrenzende Weide mit der Sense mähte. Da gab es Käfer, Raupen, Spinnen und Falter etc. in großer Menge! Viel Zeit verbringt die "Fleckige" auch damit, das Gefieder der Jungen zu pflegen und nach unliebsamem Ungeziefer abzusuchen. Mit dem Schnabel durchkämmt sie sorgfältig nicht nur das Kopfgefieder der Jungen, sondern auch die Brust- und Rückenfedern. Sogar die Bereiche unter den Flügeln inspiziert sie genau. Und die Jungen halten still und genießen mit geschlossenen Augen die Prozedur in vollen Zügen. Das alles spielt sich häufig nur wenige Meter von mir entfernt ab. Nun noch ein paar Bilder der "Fleckigen" mit ihren Jungen:
Vom Rabenkrähenpaar "Herr & Frau Meyer" habe ich keine aktuelle Fotos und habe auch noch keines der heurigen Kinder gesehen. Aber jeden Tag gegen 7.00 Uhr sitzt "Herr Meyer" auf einem Alleebaum und wartet auf mich. Wenn er nicht da ist, muß ich nur "Herr Meyer, Herr Meyer, komm!" rufen und schon kommt er angesegelt. Sehr oft ist auch seine Gemahlin "Frau Meyer" dabei. Wir treffen uns immer am Rande seines heurigen Reviers. Wahrscheinlich halten sich seine Jungen im Obstgarten des nahen Klosters auf. Dahin haben die "Meyers" nämlich ihr Revier verlagert.
Gruß / Rabenvater