möchte euch die gute Nachricht nicht vorenthalten...
heute vormittag hatte er ein "Mädel" im Schlepptau, hat ihr sein Nest gezeigt, ihr was vorgebalzt (anders kann man das nicht nennen), was schön anzusehen und auch anzuhören war. Eine Stunde später hat sich die neue Dame des Hauses gleich daran gemacht, das Nest zu verbessern. Gut, daß ich die ausgebürsteten Winterfellreste einer der Stuten noch nicht weggefegt hatte, die schienen nämlich heiß begehrt zum Auspolstern des Nests.
Lehm und Baatz haben sie sich vom Auslauf geholt (unser Paddock ist fester Naturboden, aber in der einen oder anderen Ecke findet sich schon immer mal etwas Matschiges, Lehmiges).
Ich hatte ja gehofft, sie würden vielleicht eines der neuen Nester nehmen, aber nein, das "alte" musste es sein. Das ist mehr oder weniger über der Tür, die vom Stall ins Haus führt. Naja, wir sind es ja gewöhnt, daß einem da gelegentlich ein Kleckschen auf die Schulter fällt, wenn man durchgeht. Vor allem, wenn dann der Nachwuchs über den Rand kackt.
Jetzt am Abend sitzt sie brav im Nest und er auf der Zuleitung unseres "Kuh-Nachtlichts" (eine Energiesparfunzel, die grad soviel Licht gibt, daß unsere Kuh ihren Junior nachts nicht versehentlich plattwalzt, wenn sie in ihren Paddock rausgeht) einen knappen halben Meter entfernt.
Bin ich froh! Der kleine Schwalberich ist so richtig happy, daß man das Gefühl hat, man könne es ihm ansehen.
Mit Dispersionsfarbe gestrichen ist bei uns nichts. Der Hof ist weit über 100 Jahre alt und aus Feldsteinen gemauert, hat also eine sehr verwitterte Fassade mit vielen Ritzen und Löchern. Da hausen Fledermäuse und wilde Bienen. Der Mann vom Vogelschutzbund war ganz hin und weg über unsere Fassade (im Gegensatz zu vielen Spaziergängern, denen so viel süditalienisches Flair ein Dorn im Auge ist) und meinte, da könnten sich durchaus auch Mehlschwalben ansiedeln und er würde mir mal ein paar Nester für diese anbringen. Allerdings haben wir dort auch einige Spatzennester und eine Starenfamilie haust auch seit Generationen dort, vielleicht haben sich daher noch keine Mehlschwalben sehen lassen.
In der Scheune hausen Igel, hinter der Scheune sind Kröten, im Haus Mäuse (manche mittlerweile handzahm)... wir nennen unseren Hof ein Biotop

und finden es schön mit all diesem Getier, andere Zeitgenossen hätten sicherlich andere Ausdrücke dafür.