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mine123

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1

Freitag, 3. Juni 2011, 09:59

junge elster gefunden

Hallo,

ich hoffe mir kann jemand helfen!!!

Haben gestern Abend junge Elster bei uns im Garten im Gras entdeckt! Da der Baum mit dem Nest nur wenige Meter entfernt steht hatten wir gehofft er findet zurück.

Aber heute Morgen war er immernoch da. Ein Elterntier ist auch immer in der Nähe. Da er hinter unsere Gartenhütte gehüpft war, habe ich ihn vorgeholt und wieder ins Gras in der nähe des Nestes gesetzt.

Dachte schon der Altvogel fällt mich an so nah kam der. :yahoo: Meine Frage: Findet es jetzt noch alleine ins Nest, oder ist unser Garten jetz für lange Zeit Sperrgebiet?? Und wie sieht es aus mit Schutz vor Katzen und dem Marder der sich Nachts bei unsrumtreibt???

Daniaminna

befindet sich in Metamorphose!

Beiträge: 2 789

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Wohnort: Liesborn

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2

Freitag, 3. Juni 2011, 10:37

Hallo,

ist der Zwerg denn schon voll befiedert?....macht er Flugversuche?

Wenn nicht, würde ich versuchen ihn ins Nest zurückzusetzen, denn da hätte er bei Fressfeinden auf dem Boden null Chancen!

Liebe Grüsse
Elke
Es ist die typische Eitelkeit und Impertinenz des Menschen, ein Tier "dumm" zu nennen, nur weil sein menschlicher Verstand nicht ausreicht, es zu verstehen! (Mark Twain)


Ideale sind wie Sterne, wir erreichen sie niemals,
aber wie die Seefahrer auf dem Meer können wir unseren Kurs nach ihnen richten.

jumpy 59

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3

Sonntag, 5. Juni 2011, 22:31

junge Elster gefunden

Hallo,

vor drei Jahren waren wir in der gleichen Situation. Am 14. Mai 2008 fanden wir ein Elsterkind vor unserer Haustür. Er war eins von vier Jungen und aus dem Nest gefallen.Nachdem wir feststellten, dass die Eltern sich nicht kümmerten, nahmen wir das Vogelkind ins Haus. Das Tierheim lieh uns einen Papageienkäfig und wir päppelten unseren "Heintje Piepemann" auf. Er war ca. drei Wochen alt, ein sogenannter Ästling, konnte schon auf den Stangen des Käfigs sitzen, aber noch nicht fliegen. Wir versorgten ihn mit Tartar und Wasser aus einer Spritze. Das uns empfohlene Beofutter mochte er nicht. In den ersten Tagen mussten wir ihn stündlich füttern, wobei er schon gleich danach wieder sein Köpfchen unter den Flügel steckte und einschlief. Er wurde kräftiger und munterer und begann mit Flugübungen (Flattern und hüpfen von Stange zu Stange. Nach ca. 2 Wochen gaben wir ihm zusätzlich Mehlwürmer (auf die war er besonders scharf) und Weintrauben. Auch boten wir ihm eine Schüssel Wasser an zum Baden. Das hat er gleich begeistert angenommen.Schließlich ließen wir ihn im Zimmer fliegen und er machte schnell Fortschritte. Seinen Käfig stellten wir ans offene Fenster, bis er eines Tages sogar Besuch von seinen Geschwistern erhielt, die plötzlich auf dem Käfig herumturnten. An warmen Tagen stellten wir seinen Käfig in den Garten, und auch dort nahm seine Familie Kontakt zu ihm auf. Da er aber noch nicht selbständig fraß, ließen wir ihn noch nicht frei, obwohl er mittlerweile auch das Fliegen beherrschte.

Am 30 Juni war es dann so weit. Wir ließen unseren Heintje frei. Es folgte der lustigste Sommer unseres Lebens. Obwohl er tagsüber viel mit seinen Kollegen, Geschwistern und Eltern unterwegs war, kam er aber auch immer wieder zu uns. Wenn wir auf der Terrasse saßen, hatten wir keine ruhige Minute, er klaute alles, was nicht niet- und nagelfest war. Feuerzeuge, Kugelschreiber, Schmuck, - morgens kam er, wenn ich lüftete, durchs Wohnzimmerfenster geflogen, flog durch den Flur, bog ab in die Küche, landete auf dem Obstkorb, klaute sich eine Weintraube und flog von dannen.

Wenn wir im Garten waren, kam er immer, setzte sich auf die Schulter und erzählte was oder verlangte seine heißgeliebten Mehlwürmer. Morgens weckte er uns mit lautem Rufen und klopfte an die Fensterscheibe, bis jemand kam und ihm etwas leckeres brachte. In den ersten Wochen hat er mit uns auch regelrecht gespielt. Wir hatten viel Spaß mit unserem Heintje. Bis November hat er uns regelmäßig besucht und war handzahm. Über den langen Winter hat er uns dann aber wohl vergessen. Zwar schläft er immer noch in seinem Schlafbaum in unserem Garten, aber heute ist er scheu und kommt nicht mehr auf Zuruf. Wir erkennen ihn daran, dass er deutlich mutiger ist als alle anderen Elstern und viel näher ans Haus kommt. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir ihn großziehen durften und dass dann auch seine Auswilderung so gut gelungen ist.

Die erste Zeit mit unserem Heintje Piepemann war irre anstrengend, aber er hat uns das mit seiner lustigen Art gedankt und ich denke noch gerne an diesen lustigen Sommer zurück.

Vielleicht entschließt du dich ja auch, diesem kleinen Wesen ins Leben zu helfen. Wenn ja, dann wünsche ich dir viel Freude und Erfolg.

Jumpy

Daniaminna

befindet sich in Metamorphose!

Beiträge: 2 789

Registrierungsdatum: 15. Juni 2008

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4

Sonntag, 5. Juni 2011, 22:54

Hallo Jumpy,

das ist eine sehr schöne Geschichte, die Du von Eurem Heintche erzählst :D ...... aber leider muss ich trotzdem den Oberlehrer machen :rolleyes: und auf die Gefahren hinweisen, die leider solchen handzahmen Kaspern zum Verhängnis werden ;( ....trotzdem die Pfleger nichts mehr wünschen, als dass es ihren Pfleglingen gutgeht :)

Oftmals kommen sie nicht mit Artgenossen klar und werden ausgegrenzt, wenn nicht sogar von ihnen angegriffen, weil sie deren *Sprache* nicht verstehen....nicht verstehen können, wenn sie allein aufgezogen wurden!.....ebenso oft wird ihnen ihre...für uns unwiderstehliche Zahmheit zum Verhängnis!..... sie können nicht unterscheiden zwischen gutem Menschen und bösem Menschen :S ..... oder ängstlichem Menschen, Du glaubst nicht wieviele Menschen Angst vor Vögeln haben!....weil sie fremde Menschen anfliegen, ist es keine Seltenheit, dass das Ordnungsamt benachrichtigt wird und diese zahmen Tiere zum Abschuss freigegeben werden!

Deshalb freu Dich :thumbsup: ....freu Dich, dass er wild ist und ein hoffentlich langes und normales Elsternleben führen kann :thumbsup:

Liebe Grüße
Elke
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Jumpy 59

unregistriert

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Montag, 6. Juni 2011, 09:46

junge Elster gefunden

Hallo Elke,



wir wußten um die Gefahren für uns und unseren Heintje und hatten uns vorher gründlich informiert. Den Kontakt zu ihm hatten wir dann auch auf das Nötigste beschränkt, also nur beim Füttern und er hatte ja auch, wie beschrieben Kontakt zu seiner Familie.

Den Termin für seine Aussetzung haben wir dann auch genau geplant, denn für uns kam erschwerend hinzu, dass wir direkt neben einem Kindergarten leben und mein größter Albtraum wäre gewesen, wenn er dort Kinder angeflogen hätte. Also setzten wir ihn erst aus, als der Kindergarten für 3 Wochen Sommerferien geschlossen hatte.

Im ersten Moment nach Öffnen des Käfigs hatte ich dann aber doch einen Schrecken, denn mehrere Elstern sind schreiend hinter ihm her und er war dann auch erst mal für 3 Stunden weg.

Dann kam er aber wieder. Wir erkannten ihn schon von weitem, denn wir hatten ihn mit einem roten Band am Füßchen gekennzeichnet.

Schon nach wenigen Tagen kam er nicht mehr alleine, er hatte immer einen "Kumpel" dabei, der dann auch warnend schrie, wenn Heintje

zu nah zu uns kam.

Heintje machte auch deutliche Unterschiede, Fremden gegenüber blieb er scheu.

Nie hätte ich es übers Herz gebracht, ihn damals sich selbst zu überlassen, das hätte er nicht überlebt. Wenn ich auch einmal von einem Nachbarn, der mich beim Füttern beobachtet hatte, furchtbar beschimpft worden bin.

Liebe Grüße

Jumpy

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