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Jean

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1

Donnerstag, 17. November 2011, 13:01

Suche Welpe...

Ich war gerdae mal bei Ebay-Kleinanzeigen unterwegs, um zu schauen, ob da wer einen Hund such und ich finde es schon fast unglaublich, wie viele Leute da einen Welpen suchen... ganz oft sind es sogar Familien mit kleinen Kindern
Ich frage mich, ob diese Leute überhaupt wissen, was da auf sie zu kommt.
Klar, kleine Welpen sind süß und man kennt ihre ziemlich kurze Vorgeschichte (die manchmal schon reicht, um einen Hund fürs Leben zu versauen, Stichwort Bauernhofhunde, wo die Welpen wärend der Prägephase nur den Stall kennen gelernt haben), aber das kann doch nicht alles sein? Hinzu kommt, dass viele Leute entweder kein oder nur wenig Geld haben und dementsprechend auch nichts ausgeben möchten. Was ist aber, wenn das Tier einmal krank wird?

Ich bin ja versucht da mal was bei Ebay-Kleinanzeigen reinzustellen in der Hoffnung, dass die Leute sich wenigstens einen Augenblick Gedanken machen.......
Nette Grüße, die Jean mit Thor, Einstein, Gina und Pflegehund Thea.
"B ist ein wichtiger Buchstabe!! Ohne das B sähe der Barsch ganz unfein aus!"

Whoopie

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2

Donnerstag, 17. November 2011, 17:08

.... über solche Angebote wie auch Suchen ärgere ich mich auch immer maßlos.... ich bin in verschiedenen Gruppen bei Facebook, Verkauf, Tierschutz usw..... als eine Welpenbesitzerin ihre Hunde als reinrassig ohne Papiere angeprangert hatte, hab ich mich hinreissen lassen, mich diesbezüglich "sanft" zu äußern.... uiuiui.... da durfte ich mir was anhören! bzw. lesen.... das ging mir dann so auf den Keks und von denen total am Thema vorbei, dass ich dann die Gruppe verlassen habe.

Ich selbst habe hier bei uns im Ort erst sowas erlebt: eine (eigentlich nette) Mutti von 6 (!!) Kindern, wollte sich einen jetzt einen Welpen zulegen (weil sie kein weiteres Kind mehr möchte 8| )... ich habe mehrmals mit ihr gesprochen hinsichtlich des Zeitaufwandes, den ein Welpe benötigt ... und ich mich aus diesem Grunde (mit "nur" 2 Kindern) für eine "fertige" Wanda (9 Jahre) aus dem TH entschieden habe....
Antwort: "Na, ich geh doch jeden morgen joggen, da kann ich ja den Hund dann mitnehmen.... s3 ... und in die Welpenschule kann ich einmal wöchentlich schon fahren" (ihre größte Tochter nehme ICH immer mit zum Volti und wenn ich mal nicht dabei bin, kriegt die die Krise, weil sie dann keiner fährt ugly.gif ).....
Das Ende vom Lied war, dass diese Leute sich einen 4 Monate alten Labrador-Welpen von einem Hinterhofzüchter geholt haben, weil "der ihnen so leid getan hat, weil der Hund noch nix anderes gesehen hatte, als seinen Zwinger"... und zur Belohnung haben sie dem Züchter gleich noch 400,- (!!!!) Ökken dort gelassen s3 - Mein Einwand, dass dieser "Züchter" sicherlich schon wieder die nächsten Hinterhofwelpen produziert, verpuffte ungehört..... :hm:
Nach genau 2 Wochen erzählte mir die Tochter dann, dass der Welpe jetzt in einem "Hunde-Internat" ist.... ich: ?( .... Antwort: Da lernt die Paula sich als Hund zu benehmen... und ausserdem hat sich ein Jäger (??????!!????) in die Paula verliebt, der nimmt sie dann, wenn sie fertig gelernt hat.
Aha. :hm:
Dieser Hund war fortan nicht mehr gesehen.

Kaum 4 Wochen später: Eine ausgewachsene Labrador-Dame ist nun neues Familienmitglied. Sie ist schon 8 Jahre alt, total brav und .... total fett. :S
Sie passt aber m.M. nach ganz gut zur Familie, weil sie sehr selbständig ist und auch ihren Spaß mit den vielen Kids hat. Bedürfnisse, ausser Gassigehen... hmmm :hm: - da hab ich auch schon öfters den großen Sohn mit dem Fahrrad & Hund gesehen... ob Mutti wohl doch nicht mehr täglich joggt ????

Warum musste eigentlich dieser Welpe die Zwischenstation machen ????? s20[1]


Fragen über Fragen, und das alles nur weil die Menschen meist AUS EINER LAUNE heraus sich entscheiden, ein Tier anzuschaffen. Da wird sich weder über Bedürfnisse, noch Zeitaufwand, geschweige denn Kosten VORAB informiert... und hinterher kommt dann das große Jammern ! Da könnt ich z11[1]

Ich glaube, dass man halb-/oder ganz erwachsene Menschen diesbezüglich nur schwer erreicht, wenn sie nicht schon sowieso ein "echtes" Herz für Tiere haben.
Meiner Meinung gehört sich da schon im (Grund-)Schulalter damit angefangen. Meine Tochter (3. Klasse) hatte letztes Jahr als HSU-Thema "Haustiere".... toll, die Lehrerin kam auf die lustige Idee, dass jeder sein Haustier mitbringen solle.... somit wurden Katzen angekarrt, Fische in Plastitüten mit angeschleppt, Kaninchen in Minikäfigen verschreckt usw.
Die Kinder lernten zwar theoretisch, was die verschiedenen Tiere benötigen (z.B. Hund frisst, Gassi, Leine / Fisch Aquarium, Futter).... dass den Kids aber annähernd artgerechte Haltung beigebracht wurde.... nix, njente..... von einer auf das Tier ausgerichteten Betreuung ganz zu schweigen.

Ich hätte große Lust, in der Grundschule nächstes Jahr ein Projekt diesbezüglich zu starten (ehrenamtlich - klaro - sonst geht da gar nix) ..... bin auch schon auf der Suche, nach guten Materialien, aber noch nicht fündig geworden.
Sanfte Grüße
von der Heike

8)

Jean

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3

Donnerstag, 17. November 2011, 17:37

Als ich meine Ausbildung zur Tierfachkraft gemacht habe, hatten wir alleine 90 Stunden Unterricht bei der Hundetrainerin Martina Albert. Die ist sowas wie der Rütter, macht nur Einzelbetreuung und die Frau hat wahnsinniges Wissen.
Sie hat ein Buch geschrieben, dass "Hunde - Rätsel auf 4 Pfoten" heißt und da erklärt sie ganz viel drin. Aber viele Leute wissen es ja immer besser, auch wenns der erste Hund ist. Ein Hund ist ein Hund und hat zu funktionieren. Punkt. Und wenn er nicht taugt, weil es eben doch ein Lebewesen mit einem eigenen Willen ist, tja, dann wird er halt weiter verscherbelt, ins Tierheim abgeschoben, ausgesetzt, verschenkt, etc.

Hehe,in einem forum für Hütehunde hab ich mich letztens auch mal kurz absichtlich in die Nesseln gesetzt, da ging es um eine Hobbyzücherin, die einen tauben Welpen hatte, der nun unbedingt weg musste..... ich hab dann nur reingeschrieben:
"Ich weiß erhlich gesagt nicht, wie man bei einer HOBBYZUCHT von Züchtern reden kann......"
Woraufhin kurze zeit später der erste entrüstete Beitrag kam, dass ja viele im Forum nur aus Hobby züchten, darauf meine Antwort:
"haben die Eltern Papiere?"
Und ich bekam als Antwort ein nein. Also Vermehrer. Für mich darf sie niemand, der einen Hund ohne Papiere zieht, Züchter nennen.

Ach ja, und allerbestes Beispiel: Hier im Ort sind Leute, die haben schon den 4. Wurf Dobertiner (Mischung aus Dalmatiner und Dobermann) eine angeblich ach so tolle Mischung. Die haben sich am Anfang 550€ für einen Welpen gefragt, wollen aber mittlerweile "nur" noch 420€. Wenn es doch eine ach so gute Mischung ist, warum haben sie enn immer noch Welpen, die mittlerweile schon 14 Wochen alt sind? Da könnt ich echt z11[1]
Nette Grüße, die Jean mit Thor, Einstein, Gina und Pflegehund Thea.
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maja03

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4

Donnerstag, 17. November 2011, 18:37

Hallo zusammen,

die "Probleme kenn ich hier auch:

So ein paar "ganz schlaue" kaufen sich EIN :cursing: Meerschweinchen als Spielzeug für ihren 6-Jährigen (brutalen) Sohn :pinch: . Das arme Schweinchen sitzt draußen in einer unisolierten, umfunktionierten, einen viertelquadratmeter großen Obstkiste, nach einem halben Jahr ist es komplett desozialisiert und bissig X( , weil der Junge es jeden Tag halb erwürgt. Irgendwann lässt ers dann auf die Terasse fallen. das arme Tierchen kann sich kaum mehr bewegen, blutet aus dem Schnäuzchen und quiekt ;( ;( . Die Mutter setzt es, weil sie anscheinend nicht zum einschläfern zum TA wollte, zurück in die Obstkiste eek . Das Schweinchen ist am nächsten morgen tot und es wird direkt ein neues gekauft :hm: . Kommentar von der Mutter :" Jetzt hat er ja ein Meerschwein, was nicht beißt, dann kann das ja auch nicht runterfallen. big1[1]

War vor einiger Zeit auch mal bei Kleinanzeigen, die war besonders heftig: Verschenke 6-Wochen alte Golden-Retriever, ohne Papiere, da diese bei reinrassigen Hunden nur bei Auslandsreisen erforderlich sind z11[1] . Ich schaue mal, ob die noch da ist.

Aber ich glaube, dass es wirklich sehr schwer ist solchen "Menschen (wenn mann sie denn Menschen nennen kann)" zu vermitteln, dass Tiere lebende, fühlende Wesen sind. Habe bei der oben genannten Frau auch sämtlich versuche gestartet, zu erklären, dass es so nicht geht. Hat garnix genützt.

@Whoopie:Falls du wirklich soetwas machen willst, auf www.diebrain.de gibt es seeehr gute Infos über Nager (Kaninchen, Meerschweinchen, Chinchillas, Zwerghamster, Goldhamster, Ratten, Mäuse, Lemminge, Rennmäuse usw.)

liebe Grüße,

Maja
"Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken."

maja03

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5

Donnerstag, 17. November 2011, 18:41

Sorry, editieren ging grad nicht mehr. Infos über Meerlis gibts noch auf www.meerschweinchenberatung.at und www.meerschweinchen-ratgeber.de
"Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken."

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