Einige von euch haben ja Hunde zu Hause, die ihr Rentenalter erreicht haben. was hat sich für euch im Umgang mit den Hunden geändert? Wie haben sich die Tiere im Laufe der Zeit verändert? Was habt ihr mit ihnenerlebt???
Gina
Giba kam zu Ostern 2009 zu uns. Sie war schon eine ganze zeitlang im Border Collie Forum eingestellt gewesen, aber niemand interessierte sich für diesen doch recht bunten, sehr hübschen Hund. Sie war zu diesem Zeitpunkt ca 12 und seit einem Jahr blind.
Als feststand, dass mein Ex auch die Hunde mitnimmt, stand fest, dass sie herkommen soll.
Ginas Besitzer konnten sie nicht mehr behalten, weil sich so viel in deren Leben geändert hatte und Gina, seitdem sie blind geworden war, auch nicht mehr alleine bleiben konnte, so dass sie sich schweren Herzens entschlossen haben sie abzugeben. Wir haben heute noch Kontakt, und wenn irgend etwas ist, was mit Kosten verbunden ist, helfen sie.
Also kam Gina her. Sie war furchtbar dürr und hatte kaum noch Muskeln, aber im Garten hörte sie einen Fasan, tapste los, und kurze Zeit später konnten wir sie aus den Büschen raussammeln
Die ersten Nächte bin ich wach geworden, um zu gucken, ob sie überhaupt noch lebt, denn man hörte von ihr nichts, keinen Muks, sie lag, sie schlief die meiste Zeit und nahm so gar nicht hier am Tagesablauf teil. Ich hab ihr max. ein halbes Jahr gegeben....
Nach 4 Wochen kam dann das erste zaghafte Schwanzwedeln, als ich vom Einkaufen zurück kam.
Ich hab dann ihr Futter umgestellt und zu bekam nur noch frisches Fleisch, schön mit vielen Knochen, da ihre Zähle recht furchtbar aussahen und das Zahnfleisch ziemlich entzündet war. Die linke Seite war dann recht schnell belagsfrei, aber die rechte sah immer noch grauselig aus, also bekam sie eine Zahnreinigung beim TA. Und dort stellte man eben auf der schlechten Seite fest, dass sie einen Knubbel im Zahnfleisch hatte. Kurzerhand nahm die TÄ das Skalpell, schnitt es auf und heraus kam eine Schrotkugel
Gina kommt ursprünglich aus Griechenland, ist dort angeschossen und angefahren worden.....
Gleichzeitig habe ich angefangen mit ihr zu arbeiten, denn als sie blind wurde, haben die Vorbesitzer es verpasst ihr die Augen zu ersetzen. Sie lernte Treppen zu steigen (Vorsicht Stufe, Treppe hoch, Treppe runter), lernte VORSICHT und STOP und noch einige andere Kleinigkeiten. Auch auf fremden Treppen brauche ich sie nicht tragen, sie schafft das ganz alleine und traut sich auch, weil sie weiß, dass ich sie zur Not an der Leine fest halte.
durch die Futterumstellung fing sie an besser zu laufen, aber so wirklich gefiel mir das noch nicht. Eine Bekannte schenkte mir dann für sie ein weiches, sehr leichtes Halsband. Als das alte, lederne, recht schwere halsband ab und das neue drauf war, lief sie wieder ganz anders. Mittlerweile verzichten wir ganz auf ein Halsband und führen sie nur noch am Geschirr. Ich bin seitdem auch immer sehr skeptisch, wenn mir Leute mit kleinen Hunden entgegen kommen, an deren Halsband ein riesiger Karabiner fest ist
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Während meiner Ausbildung zur Tierfachkraft hatte ich sie immer mit. Sie hat sich nicht an den anderen Hunden gestört, hat keinen Unsinn gemacht und hat auch still gehalten, wenn wir einen Hund für praktische Übungen (z.B. Tellington Touch, Körperbandagen) brauchten. Dort hab ich auch noch sehr viel gelernt, womit ich ihr helfen konnte.
Letztes Jahr im April/Anfang Mai, bin ich dann in den urlaub geflogen und die Eltern der vorrigen Besitzer erklärten sich bereit sie zu nehmen. Ich hatte vorher schon öfter erzählt, dass die alte Dame immer fitter wird, aber die Vorbistzer wollten mir das erst so nicht glauben, bis sie sie dann selber gesehen haben! Und während ich weg war sind dieEltern mit ihr noch jeden Tag eine Stunde um den See gelaufen.
Im letzten Winter kam dann das erste mal, wo es ihr nicht so toll ging. Sie kam nicht damit zurecht, dass überall Schnee lag und wusste nicht, wo sie ihr Geschäft verrichten sollte. Gina baute ziemlich ab. Dann kam das Frühjahr mit dieser unglaublichen Hitze und wir hatten das erste mal eine richtige Oma hier. Rausgehen dauerte ewig lange. Dann schlief sie die meiste Zeit und fing dann an nachts aufzudrehen, weil sie niemanden mehr hörte. Das Gehör hatte nun auch noch nachgelassen. So bescherte sie uns einige schlaflose Nächte, weil sie hier zitternd und hechelnd durch die Bude tapste.
tagsüber haben wir sie dann rausgebracht, an der Schleppleine, die an der Wäschespinne befestigt war. Sie liebt es draußen in der Sonne zu liegen. Doch Madam hats zweimal geschafft so lange um die Spinne in eine Richtung zu rennen, bis sie die Leine völlig aufgedreht hatte und dann zog sie sich aus dem Geschirr raus und.... ging spazieren!
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Der ach so alte Hund konnte auch einmal richtig schnell werden!
Mein Vermieter war dann so lieb uns seinen im Rohbau befindlichen Hundezwinger zu überlassen, zu dem auch eine kleine Wiese und insgesammt 44 qm Fläche gehörten. Wir haben es dann vernünftig eingezäunt und sie durfte dann so raus.... tatsächlicher Weise hat sie es so genossen, dass wir sie teilweise gar nicht wieder reinbekommen haben. Dann hatten wir noch wahnsinnig Glück und haben günstig eine neue Hundehütte erstanden.
Irgendwann haben wir eine Tüte Trockenfisch mal mitgenommen. Sie steht auf das Zeug und es ist ein wahnsinniger Turbobooster für sie. Wenn sie Fisch bekommen hat kann ich mich mal richtig beeilen, wenns raus geht, weil sie dann laufen will!
Wir haben mit der alten Motte so viel Glück gehabt, denn sie hat bisher keine nennenswerten Alterszipperlein (na ja gut... außer die Blindheit und das mittlerweile schlechte Gehör...).....
Geschichten von ihr gibts dann demnächst!
So kam sie bei uns an:
Eine Woche später:
Schlechte Zähne
Gina im Schnee
Video: Gina baut einen Schneeengel (Anfang 2010)!
https://picasaweb.google.com/lh/photo/wl…feat=directlink
Thor, Gina und Lukas (ehem. Pflegling):
Ich wars nicht!